Magrathea

Die Anleitung für mein neues Tuch ist fertig! Es heißt „Magrathea“, und das hat natürlich auch wieder mit dem Buch „Per Anhalter durch die Galaxis“ zu tun: Magrathea ist der Planet, dessen Bewohner maßgefertigte Luxusplaneten auf Bestellung fertigen. Sie sind berühmt für ihre detaillierten Küstenlinien, und das passt ganz gut zu diesem kleinen Dreieckstuch. Es ist ähnlich konstruiert wie „Hitchhiker“ und „Trillian“: Man fängt an einer Ecke an, strickt immer breitere Reihen und beendet das Tuch mit der einen kurzen Seite. Dadurch entsteht eine längliche, leicht asymmetrische Form, die sich besonders gut trägt (finde ich zumindest). Die Spitzenkante der einen Dreiecksseite entsteht einfach mit beim Stricken, die andere Spitzenkante fügt man vor dem Abketten hinzu. Und das beste: Man braucht keine 100g Sockengarn dafür! Ich hoffe, Ihr habt Spaß mit diesem kleinen gestrickten Frühblüher!


Für 3 Euro in meinem Ravelry-Shop (Deutsch und Englisch): hier.

My new pattern is finally finished! I called it „Magrathea“, and of course that’s again related to Douglas Adams‘ „Hitchhiker’s Guide to the Galaxy.“ Magratheans specialize in building custom-made planets with pretty coastlines, so the name kind of fit this little shawlette with geometrical lace borders. It is an asymmetrically shaped shallow triangle and constructed as my previous patterns „Trillian“ and „Hitchhiker“: You start at one corner and add wider and wider rows and bind off at one of the short sides of the triangle. The lace edge on one side is knitted as you go, the rest added before binding off. And the best thing: You need less than 100g of fingering weight yarn for this! Hope you enjoy!

Available for 3 Euros in my Ravelry-Shop: here.

Puzzle

Ratespiel: Wer strickt hier gerade einen Hitchhiker und hält dafür sein Knie in die Kamera?
Guess: Who is knitting this Hitchhiker and is modeling it on her knee?
Hitchhiker auf Knie

Ein paar Hinweise hier. Es ist jemand, der in einer Stadt mit diesem Bahnhof hier wohnt:
I will give you some hints. It’s someone who lives in a town with this train station:

Keine Ahnung? Hm. Vielleicht hilft das hier weiter:
Still no clue? How about this:

Aber jetzt müsste doch alles klar sein:
Well – but I am sure you will know now:

Ganz genau! Ich kam am Samstag bei der Wollmeise rein und sie hatte einen Hitchhiker auf den Nadeln (Farbe: Aquarius). Und es ist schon ihr Zweiter! Hab mich natürlich sehr gefreut, zumal ich ja weiß, wie wenig Zeit sie zum Stricken hat. Und eine andere nette Pfaffenhofenerin hatte sowohl einen Hitchhiker um den Hals als auch in Arbeit – ich war echt sprachlos. In den Wollmeise-Laden zu kommen, war wirklich ein bisschen wie Nach-Hause-Kommen. Lauter tolle Menschen, mit denen man sich viel zu erzählen hat und bei denen man – Internet sei Dank – das Gefühl hat, man kenne sich schon jahrelang. Eingekauft hab ich natürlich auch ein bisschen was. Und das war schon genial: Die Stränge rausnehmen, vergleichen und zurücklegen, eine ganz neue Erfahrung. Und ich habe einen Strang Brombeere Lace mitgenommen, hinter dem bin ich schon ewig her. Aber ich bin nicht sicher, ob ich extra deswegen von Hamburg nach Bayern gefahren wäre. Diesmal passte es aber gut so: Wir haben Verwandte in München besucht, mein Mann war Skifahren und ich durfte zur Meise. War schön!

Exactly! On Saturday I walked into the Wollmeise store in Pfaffenhofen, and Claudia herself had a Hitchhiker on her needles (colorway: Aquarius). And it’s her second! I feel terribly flattered, especially because I know how little time she has to knit. And another nice lady was not only knitting a Hitchhiker, she was also wearing one. Amazing! It really felt like coming home because thanks to the internet it was like we knew each other for quite some time. Of course I also did a little shopping, which was really nice – looking at the skeins, comparing them and putting them back onto the shelves was a whole new experience. It was really worth it ( I got some Brombeere Lace!), but I am not sure I would have done the trip only to visit the store. I live in the city in Germany that has probably the longest travel-time to Munich. However, my husband wanted to go skiing in the Alpes and we stayed with some of our family who live down south, so I could take the train and go to Pfaffenhofen. Very enjoyable!

Joanie Schematic

Bei meiner Joanie-Anleitung fehlt leider die Schemazeichnung, die reiche ich hiermit nach. Meine Computer-Zeichenfähigkeiten sind zwar besser geworden, seit ich die Anleitung geschrieben habe, aber Profi bin ich leider immer noch nicht. Draufklicken, dann wird’s noch größer!

Sorry there is no schematic of Joanie given in the pattern. I have drawn one for you here (my computer-drawing skills have improved a little bit since I submitted the pattern, but I am still not a pro). Click to enlarge!

Baudelaire

Gestern abend auf dem Sofa hatte ich endlich mal wieder Zeit zum Stricken – aber nur Projekte auf den Nadeln, die doch ein bisschen Hirnschmalz erfordern. Ich wollte eine Anleitung, was Simples, aber Hübsches, und etwas, bei dem ich mir keinen Kopp machen musste, ich war nämlich ganz schön platt. Ich hätte gern ein kleines Lace-Tuch gemacht, aber ich habe da diese Idee für ein neues Tüchlein, und dann wäre es doch irgendwie sinnlos gewesen, ein anderes anzuschlagen. Und Socken… kann man immer brauchen. Letztes Jahr hatte ich (inspiriert durch YarnHarlot) Sockenwolle und passende Muster in Ziplock-Tüten zusammengepackt, und gestern abend, ein Strick-Notfall, sozusagen, war das ganz praktisch. Ich nahm einfach die Tüte mit dem Knäul, dessen Farbe mir am besten gefiel. Und jetzt stricke ich zum ersten Mal Socken von Cookie A, nämlich Baudelaire. Und über mein neues Tuch muss ich noch ein bisschen nachdenken…

Last night, sitting on the sofa, I needed something new to knit. Something not self-designed (that would have required too much brainpower, and I was not feeling too well). I would have liked to make a little lacy shawl, but on the other hand, I have this idea for a new shawlette, and it would have been useless to cast on another shawl before that. So I chose socks. Socks are always useful, though not my favorite knitting. Fortunately, I had a couple of ziploc-bags with readily would sockyarn plus matching patterns (last year’s self-imposed sock club inspired by YarnHarlot – only that I didn’t stick to it like she did). I chose a beautiful dark red yarn and Baudelaire, an old Knitty pattern by Cookie A. First time that I am knitting socks designed by her. And about my new shawlette I will have to think a little more. When I feel ready.

Trillian

Wir waren mal wieder ein paar Tage unterwegs. Diesmal allerdings nicht an der Ostsee (ist bei Schnee vielleicht nicht so gemütlich), sondern in einem Centerparks Park (das heißt wirklich so!) in Bispingen bei Hamburg. Anfahrt: Rekordverdächtige 52 Minuten. Mein Männe hatte noch ein paar Tage Urlaub, weit weg wollten wir nicht. Leider lassen einige Wellness-Hotels Kinder nur zu bestimmten Zeiten ins Schwimmbad, und davon wollten wir uns nicht einschränken lassen. Darum haben wir mal das andere Extrem ausprobiert – Ferienhaus plus Spaßbad all-inclusive. Und es war ganz nett: Riesige Indoor-Spielwelten, in denen sich die Kleinen so richtig schön austoben konnten, ein tolles Schwimmbad (das für meinen Geschmack aber ruhig etwas mehr geheizt hätte sein können) und – am allerwichtigsten! – jeden Abend erstaunlich gutes Essen, um das wir uns nicht kümmern mussten, und hinterher hat jemand anderer abgeräumt und den Tisch abgewischt. Gewöhnungsbedürftig einzig der Soundtrack für Restaurant und Indoor-Spielwelt, der seit Errichtung des Parks in den späten 80ern offenbar nicht mehr geändert wurde. Ich konnte meinem Hirn tatsächlich die Interpreten von „When will I be famous“ (Bros) hervorlocken, und ich habe auch „Dein ist mein ganzes Herz“ auf Italienisch wiedererkannt. Ein bisschen (aber wirklich nur ein bisschen) Zeit zum Stricken hatte ich auch. Und hab das hier gemacht:

Trillian – ein Tuch, von der Form her ähnlich wie mein Hitchhiker, aber mit hübscher Netzkante an beiden kurzen Dreiecksseiten. Und natürlich wieder jeder Menge kraus rechts – ich mag einfach, wie bunte Sockengarne damit aussehen, die ich für Socken dann doch zu schade finde. Es ist sehr einfach zu stricken, das Muster hat man in Nullkommanix auswendig drauf – genau richtig, wenn vor lauter Vorweihnachts-Trubel der Kopf einfach voll ist. Viel Spaß damit!

We have been away for a couple of days, this time not at the sea (wouldn’t be that cozy in the snow) but in a Centerparks Park (sic!) close to Hamburg. We found that some of the nicer hotels that feature indoor pools only allow children to enter during a couple of hours per day so we tried the other extreme: A holiday park especially for families. And it was actually quite nice: A gigantic indoor-playground, huge indoor pool with water slides and all kinds of fun stuff for the kids, and – most importantly – a surprisingly good buffet at night. Only thing that was kind of odd was the soundtrack they played at the restaurant. Apparently they have not changed it since the park was established in the late 80s. I had a little (only a little!) time to finish my new shawlette: Trillian. It has a similar shape as my Hitchhiker but features a fishnet lace border on both short sides of the shallow but long triangle. And again lots of garter stitch – I just like the look it gives multicolored yarns. And I find it very relaxing to knit – the pattern can be memorized in no time. This shawlette is perfect pre-x-mas knitting when you need something simple to clear your head. Enjoy!

Lost!

Ist es nicht hammer-mega-ärgerlich, wenn man selbstgestrickte Sachen verliert? Besonders doof bei Mützen und Handschuhen. Denn die braucht man bei dem Wetter, und es dauert dann ein paar Tage, bis Ersatz fertig ist. Vor ein paar Monaten hab ich eine total schöne grüne Kindermütze verloren, weil ich sie zu lose in den Korb unter der Karre gestopft hatte. Und gestern abend dachte ich schon, ich hätte meine Fetchings aus Wollmeise Molly im Bus liegenlassen. Hier in Hamburg kriegt man sowas niemals zurück – das hab ich mal probiert, als mein Sohn seine geliebten (aber zum Glück nicht von mir selbst gestrickten) Fausthandschuhe, in denen sogar sein Name eingenäht war, im Bus hat liegenlassen. In der Fundbüro-Stelle der Hochbahn haben sie sich glatt totgelacht. In meiner unendlichen Naivität habe ich mittlerweile Namensetiketten drucken lassen, auf denen auch meine Handynummer steht. Vielleicht ruft ja doch einer an, der eine selbstgemachte Kindermütze findet? Und falls nicht, wäre die Handynummer am Kind doch nützlich, falls das ganze Kind mal verloren geht. Jedenfalls habe ich gestern abend noch unsere ganze total chaotische Garderobe durchwühlt, Kisten mit Schals und Tüchern, und ich schwöre, ich habe auch in die Kapuze meines Mantels geguckt, weil ich da oft Handschuhe und Mütze reinstecke, einfach weil nirgendwoanders Platz ist. Nix. Fetchings weg. Die dauern zwar nicht lange zu stricken, aber traurig war ich doch. Ich versuchte mich ein wenig damit zu trösten, dass es für fingerlose Handschuhe jetzt sowieso schon zu kalt ist und ich jetzt eher meine knallroten „Miss Sophie’s Hands“, die ich mir letztes Jahr gestrickt habe, tragen muss. Und heute morgen dann, nachdem ich mit aufgezogener Kapuze im Schneesturm meine Kinder in die Kita gebracht hatte, kamen mir die Fetchings doch noch entgegen. Ein Wunder, dass sie nicht zwischendurch irgendwo rausgefallen waren! Hab mich jedenfalls gefreut. Und werde jetzt noch besser auf alles aufpassen. Und überall meine Handynummer reinnähen, für den Fall der Fälle.

It’s always very, very annoying to lose stuff you have knit yourself. Hats, gloves, mittens – especially if you need them right now and it takes at least a couple of days to knit new ones. I once lost one Saartje’s Baby Bootees on my way to the pediatrician. Searched the whole street and ended up knitting a new one. A couple of months ago I lost a simple, but pretty baby hat because I had failed to stuff it deep enough into the strollers‘ basket. And last night I was almost convinced I had lost my Wollmeise Molly Fetchings on the bus. If that happens, you do not have the tiniest chance to get things back here in Hamburg. When my son lost his beloved (but not handknit) mitts last year (they had nametags sewn into them), the woman at the lost-and-found of the Hamburg public transport just laughed at me. Naive as I am, I still ordered nametags with my mobile phone number on them, just in case. Maybe someone will call if he finds a pretty handknit hat that some kid has lost. And moreover, I surely doesn’t hurt to have you phone number on your kid, in case the whole kid gets lost.

Anyway, last night I searched our entire pile of coats, jackets, hats, mitts, between the shoes, everywhere. And I swear I looked into the hood of my raincoat, where I tend to stuff my hat and mitts, but nothing. Fetchings are a quick knit, but I felt sad anyway. I tried to console myself with the fact that it’s now definitely too cold for fingerless mittens and that I would have to wear my red Miss Sophie’s Hands that I made last year from now on. Well, surprise: After taking my kids to Kindergarten in the snow-storm, hood on head, I noticed my Fetching had travelled all the way with me – in the hood. It’s a miracle they did not fall out. I promised myself I would watch out for my stuff. And sew my phone-number into everything, just in case.