Lo(o)se

Neulich, beim Stricktreffen, hab ich rausgekriegt, warum ich immer so lose stricke und es rein technisch gar nicht schaffe, so stramm zu stricken wie die anderen. Das Geheimnis liegt in der Art, wie ich den Arbeitsfaden halte, nämlich so:

Der Faden läuft von hinten nach vorne über meinen linken Zeigefinger, dann zwischen meinem Daumen und der Stricknadel hindurch. Andere Strickerinnen machen es eher so:


Der Faden wird ein- oder mehrmals um den linken Zeigefinger gewickelt und stramm gehalten. Ist das Stück Arbeitsfaden vor dem Finger aufgebraucht, wickeln sie ihn ab und wieder auf. Rätsels Lösung gefunden!

I recently found out why I knit so loosely while everyone else seems to be able to creaty the tiniest stitches at an incredible gauge: I usually let the yarn run over my left index finger (I am a continental knitter, as you might note) and secure it with my thumb that is pressed against the left needle. Other knitters, however, seem to prefer to wind the yarn around their index fingers, un-winding and re-winding as they go. Mystery solved!

10 Comments on “Lo(o)se

  1. Interessant – ich halte meinen Faden in der gleichen Art wie Du und bin auch ein „loser Stricker“… wieder was gelernt!

  2. Hi Martina, ich fühle mich mal angesprochen ;-)
    Allerdings muss ich dich ein klein wenig korrigieren, der Faden ist zwar stramm gehalten, nichtsdestotrotz läuft er über den Finger, so dass ich nicht ständig ab- und wieder aufwickeln muss, wenn du verstehst, was ich meine! Also fest, aber trotzdem irgendwie lose!
    LG, Daniela

  3. Das hört sich nach ganz hoher Kunst an! Ich hab aber auch schon Auf- und Abwicklerinnen in Action gesehen…

  4. Hallo Martina,
    ich glaube es liegt nicht an der einfachen Umwicklung um den Zeigefinger.
    Für meinen Geschmack (und ich bin ehr der Brettstricker) hältst Du den Zeigefinger zu weit vom Gestrick entfernt und Du führst den Faden vor der Arbeit (nur mit dem Daumen fixiert). Ich halte den Faden hinter dem Gestrick und fixiere den Faden mit dem Kleinen- und Ringfinger. Dadurch erhält man eine höhere Fadenspannung und ein festeres Strickbild. Habe ich mich unverständlich genug ausgedrückt :-)
    Falls Du aber gar nicht „Fester“ stricken willst, dann ist dieser Tipp natürlich hinfällig.
    LG Tine

  5. Hallo Martina,
    interessant, welche Diskussion zu diesem Thema „entbrennen“ kann!
    Ich vermute, dass insbes. beim Stricken ohne Umwickeln des Fingers entscheidend ist, was der Daumen macht: Ob er den Faden nur führt oder ihn fest und auf Spannung hält.
    Mein Faden läuft übrigens von vorn nach hinten über den Finger und wird dann zwischen den weiteren Fingern und dem Handballen fest gehalten. Noch eine Variante also.
    Grüße von Claudia

  6. Also, Stern und Tine haben recht. Den Faden zwischen dem kleinen und dem Ringfinger auf dem Finger- (Hand) Rücken zum Zeigefinger laufen lassen. Dann von hinten zwei bis dreimal um den Zeigefinger schlingen. Du hast den Arbeitsfaden von vorn nach hinten um den Finger gewickelt. Damit strangulierst Du den Finger, oder Du kriegst keine Spannung an den Faden. Von hinten rum läuft der Faden immer fröhlich mit. Selbst bei Reihenende und dem Wenden, kann der Faden auf den Fingern bleiben. Bei dünnen Fäden schlingst Du ihn drei mal um den Finger, dann hat er mehr Spannung und flutscht nicht so locker mit. Aber zwei, oder drei „Schlingungen“ sind Erfahrungssache und Vorlieben. Wie steil Dein Finger nach Norden zeigt, ist der Fadenspannung wurscht. Ist ganz einfach, Übungssache. Hier http://www.youtube.com/watch?v=LcTZmSwKXWM&feature=relmfu bei Elizzza kannst Du sehr gut sehen, wie der Faden laufen sollte.
    Liebe Grüße und nicht verwirren lassen
    Gina

  7. Ich sag auch noch was dazu. Ich wickel den Faden von innen nach außen um den kleinen Finger, dann über die Handinnenfläche unterhalb der Finger bis zum Mittelfinger, von dort nach außen in zwei Schlaufen über den Zeigefinger. Hört sich komisch an, aber ich muß das so machen. Anders kann ich gar nicht stricken. Merkwürdig oder? Bei dieser Methode läuft der Faden ganz gleichmäßig über meine Finger und ich kann regulieren, wie fest ich stricken möchte.
    Lustig, wie unterschiedlich man sowas machen kann.
    LG.

  8. Klingt alles sehr interessant, und mir war gar nicht klar, wie viele Möglichkeiten es da tatsächlich gibt. Wenn Ihr mir Fotos von Eurer Fadenhaltetechnik schickt, kann ich sie vielleicht hier zeigen – wäre doch ganz spannend!

  9. Ich hab heute im Schwimmbad gesehen die den Faden so gehalten hat wie Michaela das beschrieben hat. Hat mich auch irgendwie fasziniert die Technik.
    LG