Blacker Yarns im Strickmich! Club 2018Blacker Yarns for Strickmich! Club 2018

                                 

Und hier ist sie, die dritte Garnlieferantin für den Strickmich! Club 2018: Sue Blacker mit ihren wunderbaren Blacker Yarns!
Sue ist keine Handfärberin, sondern eine virtuose Garnkomponistin: Ihre kleine Spinnerei in Cornwall, die sie seit 2005 führt, hat sich auf reine Naturgarne aus der Wolle einheimischer Schafsrassen spezialisiert. „Die Schafzüchter können ihre Vliese zu uns bringen und zu Strickgarn verarbeiten lassen, auch wenn es nur kleine Mengen sind“, erzählt sie. Welche Fasern für welche Art von Garn geeignet sind, welche Spinn-Art und Verzwirnung sich am besten eignen, und wie man aus Fasern verschiedener Rassen und Arten ein gefälliges Strickgarn zusammenstellt, dafür ist Sue Expertin. „Wir haben mit der Zeit gelernt, dass man nicht alles aus jeder Wolle herstellen kann“, sagt sie. „Die Eigenschaften der Faser sind sehr wichtig: Dicke, Gewicht, Elastizität, Widerstandsfähigkeit, Glanz, das alles gilt es zu berücksichtigen, und dabei helfen wir unseren Kunden.“


Brushwork – ein besonderes Garn aus Wolle der Scottish Bowmont-Schafe

Dieses Expertenwissen wendet Sue auch für ihre eigene Garnmarke „Blacker Yarns“ an: Neben reinen Shetland-, Gotland- oder Bluefaced-Leicester-Garnen hat sie edle Mischungen mit Seide, Leinen oder einer Komposition aus Wolle von verschiedenen Schafsrassen im Programm. „Tamar“ zum Beispiel besteht aus Fasern von Wensleydale, Teeswater und Leicester Longwool, die alle aus langen, schimmernden feinen Haaren bestehen und dem Garn einen besonderen Glanz verleihen – sehr schön für Tücher und fließende Tuniken. „Mit solchen Garnen tragen wir auch zum Erhalt dieser seltenen Schafsrassen bei“, sagt Sue – ein ganz wichtiger Aspekt ihrer Arbeit.


Blacker Tamar Lustre Blend

Sue Blacker ist tatsächlich eine der erstaunlichsten Persönlichkeiten, die man in der Woll-Welt antreffen kann: Sie studierte Geschichte und arbeitete danach bis in die 80er Jahre hinein als Bankerin in der Londoner City. „Aber 1989 gab es da ein paar strukturelle Veränderungen, und immer nur Investment-Analysen zu machen, wurde mir langweilig“, erzählt sie. Mit ihrem Mann suchte sie ein Haus auf dem Land, und in Cornwall, ihrer Heimat, wurden sie fündig. Sue beriet kleine Unternehmen und gemeinnützige Organisationen und schaffte sich nebenher ein paar Schafe an. „Der Rasen war so groß, und wir brauchten die Tiere, um ihn kurz zu halten,“ sagt sie.


Sue mit ihrer Schafherde

Eine schicksalhafte Entscheidung: Die Schafe mussten geschoren werden, Sue brachte die Wolle zur Spinnerei. Nach ein paar Jahren erfuhr sie, dass deren Besitzer sich zur Ruhe setzen wollten und einen Nachfolger suchten. „Das war meine Gelegenheit – ich liebe Gelegenheiten!“, sagt Sue. Und so übernahm sie die Spinnerei, zog damit von Wales nach Cornwall um, schaffte neue Geräte an, um verschiedenartige Garne herstellen zu können und investierte in eine eigene kleine Färberei. „Ich wollte etwas für die kleinen Bauern und die Strickerinnen tun, indem ich aus einheimischen Fasern schöne Garne herstelle“, sagt sie. „Als ich anfing, mussten wir erst einmal allen erklären, warum man mit Wolle statt Acrylgarn stricken sollte“, erzählt Sue.

Eindrücke aus der Spinnerei

Sue ist aber nicht nur Unternehmerin, Faserexpertin, Schafzüchterin und Woll-Aktivistin (siehe hier ihr sehr lesenswerter Blog zu all diesen Themen), sondern auch Strickerin und Designerin: „Ich arbeite gern mit verschiedenen Texturen, ich mag Zopf- und Brioche- und Broken-Rib-Muster, die sehen in einem Tweedgarn besonders schön aus“, sagt sie. „Ich stricke nur, was ich auch selbst haben möchte, am liebsten etwas, bei dem ich nicht zu viel denken muss. Ich habe eine riesige Strickbibliothek mit Büchern von Elizabeth Zimmermann und vielen mehr. Und natürlich viel mehr Ideen als Zeit!“ Sue strickt am liebsten Garne, die einen speziellen Charakter, „eine Präsenz“ haben, wie sie sagt. „Ich mag es gar nicht, wenn ein Garn wie gekochte Spaghetti durch meine Finger flutscht!“ Die Farbpaletten von Sues Garnen sind übrigens die schönsten, die mir als Strickerin begegnet sind. Und darum freue ich mich sehr, dass Sue eines ihrer Garne für den Strickmich! Club in einer ganz neuen, exklusiven Farbe zur Verfügung stellen wird. Ich bin schon sehr gespannt!


Die wunderschöne Farbpalette von Blacker Samite

Die Anmeldung für den Strickmich! Club 2018 beginnt im November auf unserer Anmeldeseite.

                                 

And here she is, our third yarn supplier for Strickmich! Club 2018: Sue Blacker and her wonderful Blacker Yarns! Sue is not a handdyer, but a yarn composition virtuoso: Her small spinnery in Cornwall that she has been running since 2005, specialises in all natural yarn with wool from British sheep. „The breeders bring or send us their fleeces, and we will make beautiful yarns from them – even in small quantities“, Sue says. Which fibres are suitable for which kind of yarn, whether it should be woollen or worsted spun and how it should be plied is her expertise. „We have learned over time that you cannot make everything out of every wool. The characteristics are very important: thickness, drape, elasticity, luster and whether it’s hard-wearing or not, and we help our clients to work that out“, Sue says.


Brushwork – a special limited edition yarn made out of Scottish Bowmont wool

Of course, Sue employs this knowledge for her own yarn brand „Blacker Yarns“, as well: She carries pure breed yarns like Shetland, Gotland and Bluefaced Leicester, but also blends with silk, linen or compositions of different wools. „Tamar“ for example is a blend including Wensleydale, Teeswater, Leicester Longwool and other similar fleeces, all consisting of long, lustrous hairs that give the resulting yarn a special shine – perfect for shawls and flowing sweaters. Yarns like this will also help sustain rare sheep breeds, which is a very important aspect of Sue’s work.


Blacker Tamar Lustre Blend

Sue Blacker must be one of the most astonishing people of the fiber world: She studied history and worked in the City of London as an analyst until the late 80s. „In 1989 the industry changed, and my work became less interesting.“ So she and her husband decided to start a new life in Cornwall, where Sue moved into consulting charities and small businesses. And she bought a couple of sheep: „We had ground, we needed the grass cut, and that’s what sheep do!“


Sue and her flock

When the sheep had to be shorn, Sue took their fleeces to the spinning mill for processing. A couple of years later, she heard that the owners wanted to retire and were looking for someone to take over their business – and saw an opportunity. „I love opportunities!“, Sue says. She moved the mill from Wales to Cornwall, bought new equipment for spinning more different kinds of yarn and added a dyeing house. „I wanted to do something for small farmers and knitters alike by making beautiful yarn from British fibers,“ she says. „When we started out, first we had to explain to everyone why they should knit with wool and not acrylic“, Sue remembers.

Impressions of the mill

But Sue is not only an entrepreneur, a fiber expert, a sheep breeder and wool activist (take a look at her blog), she also knits and designs. „I like to play with texture as in guernseys, cables or brioche. Broken rib is one of my favourites, it makes wonderful fabric with tweeded colors“, she says. „I only knit items that I want, and I like projects that are suitably mindless.“ Sue also has a big knitting library – „and many more ideas than time!“. Her favourite yarns are those that have body and „a presence. I don’t like it if a yarn runs through my hands like cooked spaghetti!“
The color palettes of Blacker Yarns are the most beautiful ones that I have encountered so far. And I am very excited and happy that Sue will provide Strickmich! Club with one of her yarns in a new and exclusive colorway!

Sign-ups for Strickmich! Club 2018 will start in November on our sign-up page.