Event am 30. Juni mit Jen!

Unser nächstes Strick-Event steht vor der Tür! Diesmal sind die Teilnehmerinnen des Hand Herz Seele Retreats bei uns zu Gast, aber natürlich sind wie immer alle Strickerinnen ab 14 Uhr herzlich willkommen. Und wir haben auch diesmal wieder einen besonderen Gast: Jen Arnall-Culliford, Strickdesignerin und Buchautorin aus England, wird mit mir über ihr neues Buch „Something New to Learn about Lace“ plaudern!

Jen hat im vergangenen Jahr das Buch „A Year of Techniques“ herausgebracht, quasi ein Strickkurs für fortgeschrittene Anfängerinnen mit verschiedenen Projekten, anhand derer man jeweils eine neue Technik lernen kann. Ich habe dazu den „Wood Warbler Cowl“ beigesteuert, bei dem man sehr gut das Zusammenfügen im Maschenstich üben kann (zu sehen hier auf dem Titel – das Buch ist übrigens auch noch im Strickmich! Shop zu haben!).

Seitdem hat Jen das Konzept erweitert und fortgeführt: „Something New to Learn about Cables“ (Link zu Jen’s Shop) führt in die Geheimnisse des Zopfmusterstrickens ein, und bei „Something New to Learn about Lace“ (Link zum Strickmich! Shop) geht es natürlich um Lochmuster- bzw. Lace-Projekte. Eines davon ist mein „Nissolia-Shawl“ – die Anleitung ist im Buch abgedruckt (nur auf Englisch!).

Ab 15.30 werde ich Jen auf der Bühne in unserem Saal interviewen (und für alle, die nicht so gut Englisch verstehen, auch übersetzen) und sie über ihre Designs und ihr neues Garn „Something to Knit With“ ausfragen.

Natürlich gibt es wie immer selbstgebackene Torten, gemütliche Ecken zum Stricken und jede Menge schönes Garn zum Stöbern! Andresse: Dorfstr. 2g (alter Gasthof), Damsdorf, Schleswig-Holstein.

Ich freu mich auf Euch!

Wann man eine Maschenprobe braucht

„Mein Hitchhiker ist so klein! Mein Shrug & More passt mir nicht! Was ist nur los?“

Ganz einfach: Die Maschenprobe haut nicht hin! Und gleich vorweg: Nein, du musst nicht immer eine stricken, bevor du dein eigentliches Projekt anschlägst. Es gibt sogar Anleitungen, bei denen die Maschenprobe piepegal ist (z. B. Tensfield). Aber es is nützlich, ein bisschen was darüber zu wissen, damit du entscheiden kannst, wann du tatsächlich eine brauchst.

In jeder Anleitung steht ein Hinweis zur Maschenprobe drin, bei meinen im Infokasten auf der Titel- oder Rückseite: „21 Maschen auf 10 cm in kraus-rechts“ ist da beispielsweise zu lesen. Das bedeutet, dass im fertigen kraus-rechts gestrickten Stück 21 Maschen eine Breite von 10 Zentimetern ergeben. Warum ist das wichtig? Weil diese Zahl festlegt, wie groß Dein Projekt wird, und auch, ob es sich eher fest oder eher fließend anfühlt. Wenn ich beispielsweise ein Tuch aus einem leichten Lacegarn mit 20 Maschen auf 10 Zentimetern stricke, und Du mit der gleichen Nadelstärke 25 Maschen auf 10 Zentimetern bekommst, dann bedeutet das, dass Dein Tuch um ein Fünftel kürzer bzw. kleiner wird als meins. Du brauchst für einen Zentimeter zweieinhalb Maschen, ich brauche 2 Maschen. Angenommen, mein Tuch ist am Ende 300 Maschen breit, dann wären das 150 Zentimeter. Bei Dir bedeuten 300 Maschen dann aber 300:2,5=120 Zentimeter. Und dann bist Du vielleicht enttäuscht, weil Du Dir das Tuch ja größer vorgestellt hast.

Bei manchen Tüchern ist es tatsächlich irrelevant, ob die Größe am Ende bestimmten Maßen entspricht – bei meinen Anleitungen wie Hitchhiker, Heaven & Space, Jasminde oder Brickless kannst Du ja einfach so lange stricken, bis Du es groß genug findest. Aber: möchtest du mit der von mir angegebenen Garnmenge auf eine ähnliche Größe kommen wie ich, muss die Maschenprobe stimmen. Hast du mehr Maschen je 10 cm als ich, wird dein Strickstück kleiner als das auf meinen Fotos. Hast du weniger Maschen, wird es größer.

Wenn ein Strickstück klein anfängt, mit nur wenigen Maschen und in jeder Reihe zugenommen wird (so wie beim Hitchhiker, Match & Move, Areas…), kannst du auf die Maschenprobe verzichten – du strickst einfach, bis das Stück in der Breite mehr als 10 cm misst, legst das Maßband oder das Lineal an und zählst nach. Passt die Maschenprobe nicht oder gefällt dir das Strickbild nicht so gut, ribbelst du ein paar Reihen und schlägst mit einer anderen Nadel neu an.

Wenn aber eine bestimmte Maschenanzahl zu Anfang angeschlagen wird, die dann die Größe festlegt (wie z. B. bei einem rundgestrickten Cowl oder einem Pulloverärmel), dann ist es sehr wichtig, dass Du mit der angegebenen Maschenzahl auch die gewünschte Breite oder Länge erreichst. Und darum solltest du in diesen Fällen immer eine Maschenprobe anfertigen.


„Easy“
– für diese Anleitung braucht man keine Maschenprobe

Eine Maschenprobe geht so: Entscheide Dich für eine Nadelstärke und ein Garn, das Du für das Projekt benutzen möchtest. Schreib dir auf, welche Nadel du in welcher Stärke verwendest, denn manche Strickerinnen arbeiten z. B. auf Holznadeln loser als auf Metallnadeln. Schlag doppelt so viele Maschen an, wie auf 10 cm kommen sollen. Würdest du bei einer angegebenen Maschenprobe von z. B. 15 Maschen auf 10 cm genau 15 Maschen anschlagen, würde Dein Ergebnis sehr ungenau, da die Maschen an den Rändern schlecht zählbar sind oder sich das ganze zu stark einrollt. Darum: Lieber ein paar mehr Maschen nehmen. Dann, damit du einen flach aufliegenden Rand bekommst, auch bei glatt-rechten Maschenproben erst einmal 6-10 Reihen kraus-rechts stricken. Für eine kraus-rechte Maschenprobe einfach weiter rechte Maschen stricken, bis das Stück ca. 10 cm hoch ist. Für eine glatt-rechte Maschenprobe so fortfahren:

Reihe 1: 3 Maschen rechts, bis 3 vor dem Ende links, 3 rechts.
Reihe 2: rechts stricken.
Reihen 1 und 2 wiederholen, bis das Stück etwa 15 cm hoch ist (oder so hoch wie breit). Dann nochmal 3-10 Reihen rechts stricken und lose abketten.

Nun kannst Du Deine Maschenprobe schon mal auf eine ebene, glatte Oberfläche legen (nicht Dein Knie!), mit dem Lineal (oder einem Zählrahmen wie auf dem Foto oben) 10 cm in der Mitte entlang einer Reihe abmessen und die Maschen zwischen der 0 und der 10 zählen. Ich nehme dafür immer eine Stricknadel zur Hilfe, mit der ich von Masche zu Masche gehe. Diese Zahl ist schon mal ein erster Anhaltspunkt, aber: Richtig aussagekräftig ist eine Maschenprobe erst, wenn man sie auch gewaschen und vollständig getrocknet hat – und zwar genau so, wie Du es später auch mit dem fertigen Strickstück machen würdest. Also: Wollwaschgang in der Waschmaschine bei Superwash-Garnen, anschließend flach hinlegen. Oder per Hand waschen. Lochmusterstücke sollte man anschließend auch spannen, also mit Stecknadeln auf einer weichen Oberfläche (Matratze) in Form pinnen. Nach dem Trocknen dann nochmal messen und Maschen zählen.

Jetzt können drei Fälle auftreten:
A) Die Anzahl Deiner Maschen auf 10 cm stimmt mit der in der Anleitung angegebenen Zahl überein. Dann herzlichen Glückwunsch – Du kannst mit der gleichen Nadel, die Du für die Probe benutzt hast, Dein Projekt beginnen.

B) Du hast mehr Maschen auf 10 Zentimetern als in der Anleitung angegeben (Du hast z. B. 22 Maschen, wenn 20 gefordert waren). Das heißt, dass Dein Gestrick zu dicht ist und Dein Stück zu klein würde. Wenn das für Dich okay ist, kannst Du mit der gleichen Nadelstärke Dein Projekt beginnen. Falls nicht, fertige mit einer Nadel in der nächstgrößeren Stärke eine neue Maschenprobe an und guck, ob Du damit mehr Glück hast.

C) Du hast weniger Maschen auf 10 Zentimetern als in der Anleitung angegeben (Du hast z. B. 18 Maschen, wo 20 gefordert wurden). Dein Gestrick ist also einen Tick zu locker und Dein Strickstück würde zu groß werden. Auch hier kannst Du trotzdem mit der gleichen Nadelstärke loslegen, wenn Dir das Gestrick so gefällt und es z. B. bei einem Tuch nichts ausmacht, wenn es etwas größer ausfällt. Bei Mützen, Pullovern und Kleidungsstücken, die körpernah passen müssen, strickst Du mit einer Nadel in der nächstkleineren Größe eine neue Maschenprobe und hoffst, dass die Maschenprobe dann passt.

Das klingt alles nach sehr viel Arbeit, aber wenn du bedenkst, dass du sonst vielleicht Zeit und Geld in ein Strickstück investierst, das nicht passt und von dem du enttäuscht bist, lohnt sich der Aufwand allemal. Manche Strickerinnen kommen beim Maschenproben-Stricken so richtig auf den Geschmack und haben Spaß daran, verschiedene Garne auszuprobieren und Nadelstärken auszuprobieren. Wer weiß, vielleicht auch du?

Strickmich! Club Anstrick-Event 2-2018

Herzlich willkommen beim zweiten Anstrick-Event des Strickmich! Clubs 2018!


Hier ist der Link zu unserem Anstrick-Video.
Viel Spaß dabei!

Ab 12 Uhr senden wir außerdem heute live hier aus Damsdorf: Hier ist der Link zu unserer Youtube-Live-Übertragung.

Morgen live!


Die Bühne ist bereit! Am Samstag um 12 übertragen wir das Anstrick-Event für die zweite Strickmich! Club-Lieferung live bei Youtube. Auf dem Stuhl neben mir wird die außergewöhnliche Person Platz nehmen, die das wunderschöne Garn für diese Lieferung kreiert hat. Seid dabei! Hier ist der Link zu unserer Youtube-Live-Übertragung.

P. S.: Natürlich gibt’s auch wie immer ein Anstrick-Video, das ich bei Facebook, bei Ravelry und hier auf meiner Webseite posten werde.

Areas

„Areas“ heißt mein neues Tuch – minimalistisches Strickdesign auf die Spitze getrieben: Zwei Farben, in Flächen ungewöhnlich angeordnet, aus einem schönen, luxuriösen Garn, das kein besonderes Muster braucht, um zu wirken. Und so einfach zu stricken, dass auch Anfängerinnen Freude daran haben werden!

Das Garn für das Modell auf den Fotos ist „Farouche“ von Nature’s Luxury.

Die Anleitung gibt es wie immer auf Ravelry und im Strickmich! Shop, dort auch in gedruckter Form. Viel Spaß damit!

Video: Tücher spannen mit Spanndrähten

Was macht man eigentlich mit Spanndrähten? Gestrickte Lace-Tücher in Form spannen, damit das Lochmuster richtig schön rauskommt! In diesem Video auf Vimeo zeige ich, wie es geht.

Die Spanndrähte findest du in allen Varianten im Strickmich! Shop.

Knit & Crime: Stricktreff mit Lesung am 26. Mai

Du strickst so viel, dass es fast schon kriminell ist? Dann komm zu Knit & Crime! Bei unserem Stricktreffen am 26. Mai wird Krimiautor Till Raether (“Treibland”, “Neunauge”) ab 15.30 im Ballsaal aus seinen Werken lesen, während wir gemütlich die Nadeln klappern lassen. Eintritt für Strickerinnen frei! Menschen ohne Strickzeug zahlen 5 Euro.

Von 14 bis 18 Uhr findet ganz regulär unser Stricktreffen statt – mit selbstgemachten Kuchen und Torten, Kaffee, Tee, einem Feuerchen im Ofen und genügend Platz und Licht zum entspannten Stricken. In unserem Mini-Shop findet Ihr Garne von Miss Babs, Manos del Uruguay, Rohrspatz & Wollmeise, Rosy Green Wool, Amano und Schoppel, meine Anleitungen und Bücher sowie Accessoires von Lazadas und Succapolokki.

Die Herstellerin des 2. Garns aus dem Strickmich! Club 2018 wird hier sein und noch mehr von ihren tollen Garnen mitbringen, so dass alle (auch Nicht-Clubmitglieder!) sich hier an ihrem Stand mit tollem Garn versorgen können.

Hand Herz Seele Retreat

Ein entspanntes Wochenende am Plöner See mit anderen begeisterten Strickerinnen, spannende Workshops, dazu ein offener Stricktreff mit Mini-Wollshop… klingt gut? Kannst du alles haben beim Hand Herz Seele Retreat vom 27. bis 30. Juni hier bei uns in Schleswig-Holstein.

Los geht’s am Mittwoch mit einem Sektempfang im Schloss Plön, am Donnerstag gibt es zwei Workshops mit mir in unserem alten Gasthof in Damsdorf. Am Freitag unterrichtet Bettina Zander hier bei uns (während ich mich um die Torten für das Strick-Event am Samstag kümmere!), und nachmittags brecht ihr auf zur großen Plöner Seenrundfahrt, bei der man ganz hervorragend stricken kann. Am Samstag seid Ihr alle herzlich zu einem weiteren Workshop und ab 14 Uhr zum offenen Stricktreff eingeladen, bei dem auch andere Strickerinnen herzlich willkommen sind.

Cordula von Hand Herz Seele und ich freuen uns auf dich!

Spiral Escape

Dunkle Gassen, intensive Farben, packende Melodien und eine tragische Liebesgeschichte – „West Side Story“ ist wohl einer der größten Musikfilme überhaupt, und man kann nebenbei wunderbar stricken. Am besten etwas, das farblich und thematisch dazu passt, so wie „Spiral Escape“: Ein Cowl aus einem Garn, dessen Farben sich in den dunklen, gesättigten Hintergrundfarben des Films wiederfinden. Die Konstruktion greift das Thema der gewundenen Feuertreppen auf, die ebenfalls zum typischen Bild der Straßen New Yorks gehören, in denen „West Side Story“ spielt. Und er ist ganz einfach zu stricken!

Man beginnt mit einem Quadrat und strickt dann kraus-rechts hin und her, wobei die spiralige Schlauchform durch einfaches Zusammenstricken entsteht. Ganz ohne Nähen! Für den letzten Schliff kommt die Häkelnadel zum Einsatz. Das Ergebnis ist ein halsnaher, wärmender Cowl mit einem faszinierenden Farbverlauf.

Spiral Escape war die dritte Anleitung aus dem Strickmich! Club 2017 und ist ab sofort im Strickmich! Shop und bei Ravelry verfügbar.

Strickmich! Shop – die Tour!

Für alle, die noch nie hier waren, mache ich hier eine kleine Führung durch den Strickmich! Shop, der dich in Damsdorf, Schleswig-Holstein erwartet. Wir haben immer geöffnet, wenn unsere Events stattfinden – die nächsten Termine findest du hier. Kleiner Trost: Fast alle vorgestellten Produkte gibt es auch online im Strickmich! Shop.

Strickmich! Shop – die Tour! auf Vimeo.