Strickmich! Club Anstrick-Video Nr 4

spoiler16-4

Hier ist unser viertes virtuelles Anstrick-Event für den Strickmich! Club 2016. Viel Spaß damit!

Anstrick-16-4-DEUTSCH from Martina Behm on Vimeo.

Strickmich! Club 2017: Miss Babs

staff_1_image
babslogo staff_1_image

Überraschung! Unsere vierte Färberin ist ein echter Superstar in der Welt der handgefärbten Garne: Babs Ausherman, auch bekannt unter ihrem Markennamen Miss Babs aus den USA. Muss ich es noch sagen? Dass wir Miss Babs in unserem Club haben, ist für mich ein Traum, der in Erfüllung geht! Ich liebe ihre leichten, voluminösen Garne, die sich traumhaft verstricken lassen. Die Farben sind intensiv bis zart, die Kombinationen gewagt aber dennoch harmonisch, und ihre Färbemethoden unerwartet: „Ich bin zwar seit mehr als zehn Jahren Vollzeit-Färberin und kenne mein Handwerkszeug inzwischen ganz genau. Aber mit dem Experimentieren bin ich noch lange nicht fertig!“ sagt Babs.

missbabsatstrickmichshop

Die ersten Färbeversuche machte Babs vor etwa 15 Jahren. „Ich hatte angefangen, Garn zu spinnen und hatte plötzlich einen Riesenhaufen weißen Strickgarns“, sagt Babs. Sie experimentierte mit Kool-Aid-Getränkepulver und Farben für Kuchendekoration und besuchte dann einen Kurs über das Färben mit natürlichen Farbstoffen wie Indigo. Bald hatte sie all ihr handgesponnenes Garn gefärbt, bestellte mehr, wechselte zu Säurefarben, besuchte noch ein paar Kurse und dann gab es kein Halten mehr.

Wie man einen kleinen Betrieb erfolgreich führt, brauchte ihr damals niemand mehr beizubringen: Babs wuchs mit fünf Geschwistern auf (die übrigens auch alle kreative Berufe wie Glasbläser, Töpfer oder Schnittmeisterin haben), hat als Maklerin, Versicherungskauffrau und Personalchefin in einem Krankenhaus gearbeitet und außerdem einen Uni-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre. Aber der Umgang mit Textilien und Farben hat in ihrem Leben immer eine große Rolle gespielt. „Schon als Kind habe ich genäht und mit meiner Mutter zusammen Stoffe ausgesucht: Erst mit der Hand, denn es muss sich gut anfühlen, und dann mit dem Auge. Bei meinen Kleidern und bei Garn mache ich das heute immer noch so“, sagt Babs. „Mit Farben war ich schon immer ausgesprochen wählerisch. Egal ob bei Möbeln, Klamotten oder Strickprojekten. Und auf einem Garn genau die Farbe hinzubekommen, die ich mir vorgestellt habe, fasziniert mich immer wieder.“

outstanding-2
Yowza – Farbe Outstanding

Ihre Lieblingsfarben ändern sich ständig, „denn mein Geschmack entwickelt sich weiter, und die Jahreszeiten ändern sich“, sagt Babs. Grün plus Lila ist einer ihrer Favoriten, aber wenn sie selbst strickt, dann gern mit Rot oder Orange. „Meine liebste Multi-Farbe ist ‚Outstanding‘, bei Semisolids mag ich Echo und Stonewashed“, sagt Babs. Ihr Lieblingsgarn? „Zum Färben Yowza, Yummy 2-ply und Katahdin, zum Verstricken mag ich schön glattes Garn in Sockenwollstärke wie Caroline, Yummy 2-ply und Katahdin. Ich bin ein großer Lace-Fan, aber ich stricke auch gerne etwas Einfaches, wenn ich abends müde von der Arbeit bin. Ich habe einige Hitchhiker und Brickless aus verschiedenen Garnstärken gemacht.“

Martinas bisherige Designs mit Garnen von Miss Babs: Hitchhiker Beyond, Brickless und Miss Winkle

Babs hat zugesagt, für den Strickmich! Club 2017 eine neue, exklusive Farbe zu färben. Ich freue mich sehr!

•••••••••••••
Der Strickmich! Club ist ein Abonnement für vier neue, nur im Club verfügbare Strickanleitungen von Martina Behm, plus jeweils passendes, exklusiv gefärbtes Garn – in einem liebevoll gepackten Überraschungspaket.

Die Anmeldung beginnt im November auf einer neuen Webseite, das genaue Start-Datum gebe ich in meinem Newsletter bekannt, den Ihr unten abonnieren könnt.

Miss Babs Garne gibt es auch bei uns im Strickmich! Shop.

Strickmich! Club 2017: Bilum

bilumfotos-1
bilumlogo bilumfotos

… und hier ist sie, die dritte Färberin für den Strickmich! Club 2017: Zsofi Csongor mit ihren irre schönen handgefärbten Bilum-Farbverlaufsgarnen, die wirklich etwas ganz Besonderes sind – denn Garne mit so hübschen Farbverläufen sind für Handfärber sehr aufwändig herzustellen. „Ich habe ein Foto von einem Garn mit langem Verlauf gesehen und das hat mir total gut gefallen“, erzählt Zsofi, „da habe ich angefangen zu experimentieren, wie ich das hinkriegen könnte. Es hat zwar lange gedauert, aber jetzt habe ich meine eigene Methode um die langen Verläufe, wo die Farben wirklich langsam und sanft ineinander übergehen, zu färben.“ Als ich Zsofis Garne beim Edinyarnfest zum ersten Mal live gesehen habe, war ich sofort hin und weg – denn Farbverlaufsgarne in so einer tollen Qualität, mit so schönen Übergängen hatte ich noch nie gesehen. Dass wir so ein Garn jetzt im Strickmich! Club 2017 anbieten können, finde ich darum sensationell. Und ich freue mich schon sehr aufs Designen damit!

Oft sieht man Garne mit Farbverläufen aus Baumwolle mit Poly-Beimischung, und meistens werden sie nicht per Hand gefärbt, sondern geknotet – mehrere Einzelfäden in einer Farbe laufen nebeneinander her, und irgendwann wird einer abgeschnitten und ein neuer in einer anderen Farbe darangeknotet, dann noch einer und noch einer. Solche Garne sind nicht verzwirnt (also gedreht), sondern gefacht, das heißt, die Fäden liegen einzeln nebeneinander. Die Bilum-Garne dagegen sind reine, luxuriöse Naturfasergarne, die fertig gesponnen sind und dann in einem ausgeklügelten Verfahren ihre Farbverläufe bekommen.

bilumbobbels-3
Meine Bilum-Beute aus Edinburgh

Zsofi lebt und arbeitet in Budapest, Ungarn und fing vor fünf Jahren mit dem Wollefärben an. „Ich habe mich schon immer für kreative Sachen interessiert, als Kind habe ich mich unter anderem mit Textilmalerei, Seidenmalerei, Nähen, Stricken und so weiter beschäftigt“, erzählt Zsofi. „Und als ich mit meinem dritten Kind zuhause war und etwas Zeit hatte, stieß ich im Internet auf handgefärbte Wolle. Das wollte ich sofort auch ausprobieren!“ Sie experimentierte mit Lebensmittelfarben, stieg dann aber auf Säurefarben um, weil sich die Farben damit besser mischen ließen. „Es ist mir wichtig, dass ich nur Naturgarne färbe, und die müssen Spitzenqualität sein“, sagt sie. Zsofi ist erklärter Fan von Luxusfasern, und am liebsten strickt sie mit ihren Qualitäten Muli (eine Seide-Kamelhaar-Mischung) und Muruk (Mischung aus Yak und Seide), „besonders gern in Rot, das war schon immer meine Lieblingsfarbe.“ Wenn ihre Kinder ihr die Zeit dafür lassen, ist sie auch gerne in der Küche kreativ oder probiert neue Handarbeitstechniken aus. Auch in Budapest ist Stricken Trend, sagt Zsofi: „Es gibt zahlreiche Wollshops hier bei uns und viele junge Leute stricken, und einige benutzen auch handgefärbte Garne dafür. Es macht mich immer froh, wenn ich meine Garne in der fertigen Form wiedersehe, das ist einfach toll!“

bilumfotos2

Ihre Garne bietet sie nicht nur in ihrem eigenen Web-Shop und auf Etsy an,
sondern auch auf Wollmärkten in Zürich, Hamburg, Edinburgh, Wien oder Berlin. Ob wir sie auch zum Anstrick-Event nach Damsdorf locken können? Wir werden sehen, ein bisschen Überraschung muss ja sein…

„Bilum“ ist übrigens die Bezeichnung für eine Tasche, die auf Papua-Neuguinea in Nadelbindetechnik hergestellt und dort überall benutzt wird. Zsofi hat anderthalb Jahre dort gelebt und darum diesen Namen für Ihre Marke gewählt. Auch die Garne selbst tragen Namen aus der „Tok Pisin“-Sprache: „Pukpuk“ heißt Krokodil, „Pikinini“ Kind und so weiter.

Strickmich! Club 2017: Das Mondschaf

Mondschafklein
Mondschafklein
mondschaflogo

Unser liebes Mondschaf ist im Strickmich! Club 2017 wieder dabei! Darüber freue ich mich ganz besonders, denn schon im Strickmich! Club 2015 hat Sabrina Gleiß für uns ihr Können gezeigt: Ein herrlich intensives Türkis-Blau-Multi-Lacegarn konnten wir unseren Clubmitgliedern zuschicken, es war toll zu verstricken und hat mir als Designerin und den Strickerinnen sehr viel Spaß gemacht.

LapislazulibyMartinaBehm 6
Lapislazuli – das Tuch aus dem Strickmich! Club 2015

Darum war ich ganz aus dem Häuschen, als Sabrina mir im Sommer schrieb, dass sie gerne wieder dabei wäre: „Ich habe sehr viele Reaktionen von Abonnenten beim letzten Mal bekommen, die sich so über die Farbe und auch das Tuch gefreut haben.“ Ein paar Strickerinnen, berichtet Sabrina, hätten sich auch ein wenig geärgert, dass sie die Club-Anmeldung versäumt hatten und das Garn und die Anleitung erstmal nicht mitstricken konnten: „Aber Vielleicht sind ja genau die dieses Mal mit dabei und sind glücklich!“

Sabrinas Garne sind knallebunt und kreativ, denn schon als Kind hat sie sich am liebsten mit Farben beschäftigt. „Mein Buntstiftekasten war mein liebstes Spielzeug“, sagt sie. Dass sie später Mediendesign studiert und Webseiten designt hat, war nur logisch – aber der Stress als Angestellte in dieser schnellen Branche bekam ihr nicht gut. Nach einem Hörsturz kam die Zwangspause, und da entdeckte sie das Stricken als Entspannungsmöglichkeit. Und handgefärbte Multicolorgarne, deren Farben sie zwar faszinierten, die aber leider alle nicht ihren Vorstellungen entsprachen. „Ich mag es nicht, wenn das Garn poolt, wo es nicht soll.“ Ihr Schlüsselerlebnis waren ein Paar Handstulpen, die auf den Handrücken unschöne dicke schwarze Flecken hatten. Und so fing Sabrina an, ihre Wolle selbst zu färben, mit dem erklärten Ziel, bunte Garne zu kreieren, die ein interessantes Maschenbild erzeugen, aber eben keine ungewollten Farbflecken.

Das Wollefärben machte ihr so viel Spaß, dass sie gar nicht alles davon selbst verstricken konnte. Darum eröffnete Sie erst einen Dawanda- und dann einen eigenen Online-Shop und ist inzwischen mit ihren Garnen auf allen Wollfesten der Republik ein gern gesehener Gast. „Ich bekomme so viel positives Feedback von den Strickerinnen, das macht einfach richtig Spaß!“ Ihr Freund Jens, von Beruf Zauberkünstler, begleitet sie dabei und hilft beim Aufbau, beim Verkauf und beim Transport – und das ist auch nötig, denn ohne ein bisschen Magie wäre es sicher kaum möglich, dass sie all ihre Wolle, Tische, Regale und Stand-Equipment nach wie vor in einem Seat Ibiza ohne nennenswerten Kofferraumplatz von Wollmarkt zu Wollmarkt befördert.

Heute färbt sie intensive Semisolids, harmonische Multis – und witzige Sprenkelgarne. Eine der beliebtesten Färbungen in Sabrinas Shop trägt den hübschen Namen „Einhornpups“ und erzeugt im Gestrick bunte Tupfen auf hellem Grund. „Solche Färbungen mache ich im Moment total gerne!“ sagt Sabrina.

Und für alle, die sich das schon immer gefragt haben: Warum heißt ihr Online-Shop „Das Mondschaf“? „Ich mag diesen Namen, weil er so verträumt klingt. Ich mag die Nacht, weil sich die Leute da nicht hetzen und alles so schön ruhig ist. Und im Sommer gucke ich mir auch gerne nachts den Mond an.“

Strickmich! Club 2017: Nature’s Luxury

_mg_9863
                 naturesluxury                  _mg_9863

Danica Mäder Jully hat einfach einen Sinn für das Schöne und Luxuriöse – das merkt man ihrer Garnkollektion mit dem Namen „Nature’s Luxury“ sofort an: Seide und Babykamelhaar, feines Alpaka, Kaschmir, die zarte Unterwolle des seltenen Moschusochsen (Qiviut) und das Haar des Guanaco, einer Kamelart aus Südamerika hat sie in ihrem ausgesuchten Programm. Ihr Faible für besonders edle und seltene Fasern in leuchtenden Farben könnte durchaus damit zu tun haben, dass Danica gelernte Goldschmiedin ist und sich auch im Studium mit Edelsteinen beschäftigt hat. Ihre Lieblingsfarbe? „Eindeutig Grün, aber ich liebe Farben generell. Es gibt eigentlich keine Farben, die ich nicht mag. Jeden Morgen schaue ich mir als Erstes meine zum Trocknen aufgehängten Stränge an und freue mich über die Farben!“

Vor 8 Jahren fing Danica mit dem Wollefärben an, denn beim Arbeiten mit Metall fühlte sie sich zu sehr eingeschränkt: „Schon während meines Studiums habe ich immer entworfen und gestrickt, oft auch in Kombination von Schmuck und Mode. Schmuck ist fast immer statisch, architektonisch, selbst wenn man ihn beweglich machen kann. Die Farbenvielfalt, das Haptische, Fließende und Weiche an Wolle und Fasern gefällt mir.“

Beim Färben kommt ihr ihre handwerkliche Ausbildung zugute: „Früher habe ich meine Legierungen selbst gemacht, heute sind es die Farbrezepte, die ich mit großer Sorgfalt anlege. Das genaue Arbeiten dabei ist für mich ganz wichtig. Es ist sozusagen eine Berufskrankheit. Meine Spezialität sind Semi-Solids mit feinen Ton-in-Ton-Nuancen. Ich finde, dass es gut zu den edlen Garnen passt.“ Ihre Inspiration holt sie sich auf Reisen zu besonderen Orten oder die Erinnerung daran: „Wenn ich neue Farben kreiere, denke ich oft an einen Ort, eine bestimmte Stimmung, ein Landschaftsbild und möchte beispielsweise exakt das Grün oder Blau einfangen, welches mir genau dort begegnet ist. Das spiegelt sich übrigens auch oft in den Namen der Farben wieder.“

Danica kommt ursprünglich aus der Schweiz, und ihr internationaler Lebenslauf wurde ihr quasi schon mit ihrem Vornamen in die Wiege gelegt: „Danica“ (sprich: Dah-ni-tzah) ist kroatisch und bedeutet „Morgenstern“. Zum Studieren ging sie in die USA, später heiratete sie einen Franzosen, und mittlerweile leben die beiden glücklich in einem kleinen Dorf in der Nähe von Münster – mit dem weißen Königspudel „Misty“, der sie auch auf Wollfeste und Reisen begleitet.

dmj-teinteuse

Neben dem Färben, Reisen und Lesen („gerne skandinavische Krimis, aber nur unblutige!“) strickt und designt Danica, am liebsten natürlich mit ihren eigenen Garnen – und durchaus ungewöhnliche Projekte: „Ich liebe Strickkleider und -röcke! Leider dauert so ein Projekt immer sehr lange, darum stricke ich zwischendurch viele Accessoires, etwa Tücher.“

Danica im selbstgestrickten Rock
Danica im selbstgestrickten Rock

Und dafür sind Danicas Garne auch perfekt geeignet: Ein kleines luxuriöses Stück, das zu allem passt, ist zum Beispiel das Tuch „Braidsmaid“, das ich für Danicas herrlich-weiches Garn „On Stage“ entworfen habe.

BraidsmaidbyMartinaBehm111

Und so sind wir hier beim Strickmich! Club überglücklich, dass Danica uns zugesagt hat, ein Garn für den Club 2017 zu färben – weich, luxuriös und edel und wie gemacht für ein… aber halt, das soll ja eine Überraschung bleiben!

•••••••••••••••••••••••••••••
Der Strickmich! Club ist ein Abonnement für vier neue, nur im Club verfügbare Strickanleitungen von Martina Behm, plus jeweils passendes, exklusiv gefärbtes Garn – in einem liebevoll gepackten Überraschungspaket. Die teilnehmenden Färberinnen stelle ich in den kommenden Tagen und Wochen hier in meinem Blog vor.

Die Anmeldung beginnt im November auf einer neuen Webseite, das genaue Start-Datum gebe ich in meinem Newsletter bekannt, den Ihr unten abonnieren könnt.

Im Spinnrad-Himmel

schachtspindlevisitmartinabehm-4-1

schachtspindlevisitmartinabehm-6-1

Bei unserem Sommerurlaub im letzten Jahr ging so mancher Traum in Erfüllung: Ich konnte die unglaublichen Farben der Geysire und Teiche im Yellowstone Nationalpark bewundern, wir haben Bisons und Elche aus der Nähe gesehen, außerirdisch anmutende Gesteinsformationen im Arches National Park. Für mich aber waren die Besuche beim legendären Wollgeschäft The Loopy Ewe (so viel Wolle auf einmal hatte ich noch nie gesehen!) und bei Schachtspindle in Boulder, Colorado die Höhepunkte unserer Reise.

schachtspindlevisitmartinabehm-3-1

Die wunderschönen Schacht-Spinnräder, darunter das Ladybug und das Matchless, sind ja legendär in der Spinn-Welt, aber Schacht ist auch für kleine und große Webstühle, Kordel-Drehinstrumente und vieles mehr.

schachtspindlevisit2martinabehm-2

Wir hatten riesiges Glück, denn die Idee, die Schacht-Manufaktur zu besuchen, kam mir spontan, weil wir vor unserem Abflug noch einen Tag Zeit hatten. Wir riefen dort an, und irgendwann rief mich jemand zurück und fragte mich auf Deutsch (!), wann wir denn da sein könnten. Es war Barry Schacht höchstpersönlich, der mal eine Weile in Süddeutschland gelebt hatte – ich war hochgradig verwirrt aber auch sehr erfreut. Und so konnten meine Kinder, mein Mann und ich hinter die Kulissen gucken. Und es war genau so toll, wie ich es mir vorgestellt hatte! Der sehr charmante Benjamin Krudwig führte uns herum.

schachtspindlevisitmartinabehm-4

Barrys Mitarbeiter gibt einem Matchless den Feinschliff (Genau so stellen wir uns jemanden vor, der Spinnräder baut, oder?)

schachtspindlevisitmartinabehm-4-1

Und Elvis hält sein wachendes Auge über den Produktionsprozess…

schachtspindlevisit2martinabehm-3

Weben ist die Leidenschaft von Barrys Frau Jane Patrick – kein Wunder, dass Webstühle mit beeindruckend ausgefeilter Technik hier zuhause sind. Nachdem Benjamin mir einen vorgeführt hatte, hätte ich am liebsten gleich so einen großen Webstuhl mit nach Hause genommen.

schachtspindlevisit2martinabehm-5

Anschließend konnten wir noch Barry und Jane ein bisschen über die Geschichte ihrer Firma ausfragen – höchst spannend! Sie fingen in den 60er-Jahren an, als Hippieklamotten en vogue waren und selbstgedrehte Kordeln aus buntem Garn gefragte Fashion-Accessoires. Mit Webstühlen und Spinnrädern, die Barry technisch selbst entwickelt, ging es weiter. Ein echter Geniestreich aus meiner Sicht ist das „Sidekick„, ein Reisespinnrad, bei dem das Schwungrad wie bei einem Fahrrad vertikal zum Tritt angeordnet ist:

schachtspindlevisitmartinabehm-2-1

Am Schluss noch ein Gruppenbild mit Jane und Barry vor dem Web-Bild, das ihre Firmengeschichte künstlerisch darstellt. Vielen Dank, dass wir da sein durften!

schachtspindlevisitmartinabehm-1-1

P. S.: Die Schacht-Spinnräder kann man in Deutschland z. B. über Wollinchen und Nature’s Luxury beziehen.