Rockin’ RowsRockin’ Rows


An meiner neuen Anleitung habe ich länger als gewöhnlich herumgetüftelt – schließlich sollte das Streifenmuster genau passen und ein schönes, gleichmäßiges Dreieck dabei herauskommen! Das Ergebnis ist „Rockin’ Rows“ („Rockende Reihen“), denn die Streifen werden hier so richtig gut durchgeschüttelt. Ob in bunten Kontrastfarben oder Ton-in-Ton – mit Rockin’ Rows ist alles möglich. Man braucht je 50 Gramm Garn in Sockenwollstärke in vier Farben, da ist die Auswahl riesengroß.

Meine Modelle habe ich aus Rosy Green Wool Heb bzw. Manx Merino fine und Amano Ayni gestrickt (gibt’s im Strickmich! Shop), aber andere Garne mit ca. 400 m / 100 g Lauflänge funktionieren auch.

Ab sofort bei Ravelry und im Strickmich! Shop. Kits mit gedruckter Anleitung sind in Planung!


This pattern took me a little longer than usual – I wanted the stripes to line up perfectly in the decrease sections, and I wanted a perfect triangle! The result is called „Rockin’ Rows“, because it will rock your rows as you knit them! Choose high-contrast colors or a more subtle combination – everything is possible. You will need 50 grams of fingering weight yarn in each of the four colors.

I made my samples out of lovely Rosy Green Wool Heb & Manx Merino fine and Amano Ayni (both available in Strickmich! Shop), but you will most certainly find something suitable in your stash.

Find the pattern on Ravelry.
Kits and printed patterns are available at Strickmich! Shop.


Den Überblick behaltenKeeping Track

… ist manchmal gar nicht so einfach! Ich habe gemerkt, dass ich einen richtigen Papierkalender dafür brauche. Da geht nichts verloren, ich habe die Woche komplett im Blick und habe eine nach Prioritäten geordnete To-Do-Liste, in die alles reinkommt: von der neuen Strickanleitung, die gelayoutet werden muss, bis hin zum Termin zum Reifenwechseln. In diesem Video bekommst du einen Einblick in meine Wochenplanung. Viel Spaß!

Wochenplanung mit Weekview (Vimeo-Link).

… is not that easy! Luckily I switched back to planning my weeks on paper at the beginning of 2017. Nothing gets lost, I have an overview of the current week with a to do list that makes me prioritise my tasks. In this video you can watch my planning process (in German!)

Wochenplanung mit Weekview (Vimeo-Link)

Dibadu im Strickmich! Club 2018Dibadu for Strickmich! Club 2018

                               

Bunt, bunter – Dibadu! Barbara Wolff liebt Farben, das merkt man ihren handgefärbten Garnen sofort an, und auch beim Stricken mag sie es gerne bunt: „Einfarbige Projekte sind einfach nicht meins, ich mag es modular und vielfarbig. Auch wenn ich am Ende 295 Fäden vernähen muss!“ Ihre Leidenschaft fürs Handarbeiten reicht weit zurück: „Ich gehörte zu den Schülerinnen, die in den 70ern und 80ern auch im Unterricht gestrickt haben“, sagt Barbara. Danach studierte sie Musik und Instrumentalpädagogik, wurde Orchester-Flötistin, arbeitete als Flötenlehrerin und gründete mit ihrem Mann Dirk eine Familie. „Beim Stricken gab es dann eine Art Zwangspause – denn mit 4 Kindern bleibt nicht mehr wirklich viel Zeit und Muße für Kreativität“, sagt Barbara.

Als der jüngste mit 3 Jahren in den Kindergarten kam, wurde das anders: „Ich besann mich darauf, was mir als Jugendliche am meisten Freude gemacht hat: Stricken!“ Auf der Suche nach schöner Wolle stieß sie auf handgefärbte Garne. „Das klang exotisch, spannend und verheißungsvoll“, erzählt sie. Und so fing sie an zu experimentieren – und kann seitdem nicht mehr von den Farbtöpfen lassen. Der Schritt von der Musik zur Farbe war für Barbara kein großer: „Ich bin Synästethikerin, für mich sind Töne, aber auch Buchstaben oder Zahlen einfach bunt“, sagt sie. So komponiert sie mit jedem Strang handgefärbten Garns eine neue, kleine Farbsymphonie für uns!


Ein Trio Aquarell aus Barbaras Werkstatt (Foto: M. Behm)

„Beim Färben lege ich großen Wert darauf, dass das Garn gleichmäßig und harmoisch wirkt, wenn es verstrickt ist und im Normalfall nicht poolt. Es soll nicht plötzlich zufällig irgendwo ein roter Klecks auftauchen!“ sagt Barbara. Nur, wenn es beabsichtigt ist, darf Pooling stattfinden, wie zum Beispiel bei ihren „Sockenmaler“- oder „Maschenmaler“-Garnen. Eine kleine Besonderheit sind Barbaras „Trios“: Drei Stränge, die farblich zusammenpassen, aber dennoch unterschiedlich sind. Mal ist es ein kleiner Farbverlauf, mal eine besondere Sprenkelung oder eine gemeinsame Grundfarbe. „Jedes meiner Trios erzählt eine Geschichte zu dritt“, sagt sie. Auf Wollmärkten und in ihrem Onlineshop zeigt Barbara die ganze Breite ihres Könnens: Ob hauchzartes Angoragarn oder dicke Mützenwolle, Doppelstrang-Farbkombinationen oder Mini-Sets – alles wird unter ihren Händen aufregend bunt und wunderschön.

Was sie für den Strickmich! Club 2018 färben wird? Lassen wir uns überraschen! Wir hier bei Strickmich! sind jedenfalls überglücklich, dass Barbara zugesagt hat, eines ihrer wunderbaren Garne zu unserem Club beizutragen. Herzlich willkommen!

P. S.: Die Anmeldung für den Strickmich! Club beginnt am 6. November auf unserer Anmeldeseite.

Fotos: Dibadu

                               

Colors, colors, Dibadu! Barbara Wolff lives and works in Germany, at the border of the Teutoburger Forest, close to the town of Paderborn. And she loves colors, and that’s the first thing you will notice when looking at her gorgeous hand dyed yarns. When she knits herself, she will always choose a multicolored, preferably modular project: „Knitting with just one color, that’s just not me!“ she says. „I love to work with lots of different hues and shades, even if I have to weave in 295 ends when I am done!“ Her passion for crafting goes way back: „I was one of those students who would constantly knit during class in the 70s and 80s“ she recalls. After finishing school, Barbara went on to become a flutist and music instructor. When she and her husband started a family, her knitting career took a break: „With four kids it’s kind of hard to find time and peace for creativity“, Barbara says.

When her youngest son turned three and started to attend daycare, that changed: „I remembered what was most fun to me when I was a teen: Knitting!“ She started to look for beautiful yarns and soon discovered the world of handdyed beauty. „Handdyed yarn – that sounded exciting and promising“, she says. She started to experiment – and has not stopped working with colors and dyepots ever since. The step from music to colors was not a big one for Barbara: „I am a synesthetic. In my head, numbers, letters and sounds each have a different color“, she says. So, in a way, Barbara composes a symphony of colors with each hand dyed skein for us!


A Trio Aquarell from Barbara’s workshop (Photo: M. Behm)

Barbara lives and works in Germany, at the border of the Teutoburger Forest, close to the town of Paderborn. „When I dye yarn, I make sure the colors are harmonic and pleasant when knit up – it should not pool unless it’s intended to“, Barbara says. She tolerates pooling only when it is planned, like with her „Sockenmaler“ („Sock painter“) or „Maschenmaler“ („stitch painter“) yarns. Her specialty are her „Trios“: Combinations of three skeins that are meant for one project, but differ. It may be a subtle gradient, a common sprinkle pattern or an underlying tone. „Each Trio tells a story with three voices“, she says. Her artful yarns can be admired at fiber festivals or in her online store: from light cobweb angora to chunky wool, combinations of 2 big skeins or mini skein sets – everything turns into colorful beauty under her hands.

We are very curious about what she will dye for Strickmich! Club 2018 – and are more than happy that Barbara agreed to contribute one of her wonderful yarns to our Club. Welcome!

P. S.: Sign-ups for Strickmich! Club will start on November 6th on our Sign-up page.

Pictures: Dibadu

Zwei rechts, zwei linksZwei rechts, zwei links

Wer hat eigentlich mit dem Stricken angefangen? Warum stricken die Amerikanerinnen anders als wir? Woher kommen die verschiedenen Einstrick- und Zopfmuster, die in verschiedenen Regionen der Welt so unterschiedlich aussehen? Ebba Drolshagen, leidenschaftliche Strickerin, Übersetzerin und Schriftstellerin, hat in ihrem Buch „Zwei rechts, zwei links“ alles, was es übers Stricken zu erzählen gibt, auf höchst vergnügliche Weise aufbereitet. Sie schlägt einen Bogen von Elizabeth I., die ihren Untertanen tatsächlich vorschrieb, an Sonntagen handgestrickte Wollmützen zu tragen, bis hin zu Ravelry, einer Internet-Datenbank für Strickerinnen, deren Aufbau unter Programmierern, die sonst mit Stricken gar nichts am Hut haben, als vorbildlich gilt. „Zwei rechts, zwei links“ zeigt deutlich, was ich schon immer vermutet habe: Stricken schafft ungewöhnliche Verbindungen, setzt kreative Kräfte frei und macht auf diese Weise die Welt ein kleines bisschen besser – darum habe ich auch sehr gerne ein Vorwort für Ebbas Strickbuch verfasst.

Für alle, die neugierig auf Buch und Autorin sind: Am 18. November wird uns Ebba Drolshagen hier beim Stricktreff in Damsdorf besuchen und um 15.30 Uhr aus ihrem Buch vorlesen (Eintritt frei!) und natürlich für Fragen und Gespräche zur Verfügung stehen. Wir freuen uns!

Das Buch gibt es ab sofort auch im Strickmich! Shop.


Ebba Drolshagen has written a book in German about the history of knitting, and she will come to Damsdorf for a little reading on November 18th. We are happy to have her!

Blacker Yarns im Strickmich! Club 2018Blacker Yarns for Strickmich! Club 2018

                                 

Und hier ist sie, die dritte Garnlieferantin für den Strickmich! Club 2018: Sue Blacker mit ihren wunderbaren Blacker Yarns!
Sue ist keine Handfärberin, sondern eine virtuose Garnkomponistin: Ihre kleine Spinnerei in Cornwall, die sie seit 2005 führt, hat sich auf reine Naturgarne aus der Wolle einheimischer Schafsrassen spezialisiert. „Die Schafzüchter können ihre Vliese zu uns bringen und zu Strickgarn verarbeiten lassen, auch wenn es nur kleine Mengen sind“, erzählt sie. Welche Fasern für welche Art von Garn geeignet sind, welche Spinn-Art und Verzwirnung sich am besten eignen, und wie man aus Fasern verschiedener Rassen und Arten ein gefälliges Strickgarn zusammenstellt, dafür ist Sue Expertin. „Wir haben mit der Zeit gelernt, dass man nicht alles aus jeder Wolle herstellen kann“, sagt sie. „Die Eigenschaften der Faser sind sehr wichtig: Dicke, Gewicht, Elastizität, Widerstandsfähigkeit, Glanz, das alles gilt es zu berücksichtigen, und dabei helfen wir unseren Kunden.“


Brushwork – ein besonderes Garn aus Wolle der Scottish Bowmont-Schafe

Dieses Expertenwissen wendet Sue auch für ihre eigene Garnmarke „Blacker Yarns“ an: Neben reinen Shetland-, Gotland- oder Bluefaced-Leicester-Garnen hat sie edle Mischungen mit Seide, Leinen oder einer Komposition aus Wolle von verschiedenen Schafsrassen im Programm. „Tamar“ zum Beispiel besteht aus Fasern von Wensleydale, Teeswater und Leicester Longwool, die alle aus langen, schimmernden feinen Haaren bestehen und dem Garn einen besonderen Glanz verleihen – sehr schön für Tücher und fließende Tuniken. „Mit solchen Garnen tragen wir auch zum Erhalt dieser seltenen Schafsrassen bei“, sagt Sue – ein ganz wichtiger Aspekt ihrer Arbeit.


Blacker Tamar Lustre Blend

Sue Blacker ist tatsächlich eine der erstaunlichsten Persönlichkeiten, die man in der Woll-Welt antreffen kann: Sie studierte Geschichte und arbeitete danach bis in die 80er Jahre hinein als Bankerin in der Londoner City. „Aber 1989 gab es da ein paar strukturelle Veränderungen, und immer nur Investment-Analysen zu machen, wurde mir langweilig“, erzählt sie. Mit ihrem Mann suchte sie ein Haus auf dem Land, und in Cornwall, ihrer Heimat, wurden sie fündig. Sue beriet kleine Unternehmen und gemeinnützige Organisationen und schaffte sich nebenher ein paar Schafe an. „Der Rasen war so groß, und wir brauchten die Tiere, um ihn kurz zu halten,“ sagt sie.


Sue mit ihrer Schafherde

Eine schicksalhafte Entscheidung: Die Schafe mussten geschoren werden, Sue brachte die Wolle zur Spinnerei. Nach ein paar Jahren erfuhr sie, dass deren Besitzer sich zur Ruhe setzen wollten und einen Nachfolger suchten. „Das war meine Gelegenheit – ich liebe Gelegenheiten!“, sagt Sue. Und so übernahm sie die Spinnerei, zog damit von Wales nach Cornwall um, schaffte neue Geräte an, um verschiedenartige Garne herstellen zu können und investierte in eine eigene kleine Färberei. „Ich wollte etwas für die kleinen Bauern und die Strickerinnen tun, indem ich aus einheimischen Fasern schöne Garne herstelle“, sagt sie. „Als ich anfing, mussten wir erst einmal allen erklären, warum man mit Wolle statt Acrylgarn stricken sollte“, erzählt Sue.

Eindrücke aus der Spinnerei

Sue ist aber nicht nur Unternehmerin, Faserexpertin, Schafzüchterin und Woll-Aktivistin (siehe hier ihr sehr lesenswerter Blog zu all diesen Themen), sondern auch Strickerin und Designerin: „Ich arbeite gern mit verschiedenen Texturen, ich mag Zopf- und Brioche- und Broken-Rib-Muster, die sehen in einem Tweedgarn besonders schön aus“, sagt sie. „Ich stricke nur, was ich auch selbst haben möchte, am liebsten etwas, bei dem ich nicht zu viel denken muss. Ich habe eine riesige Strickbibliothek mit Büchern von Elizabeth Zimmermann und vielen mehr. Und natürlich viel mehr Ideen als Zeit!“ Sue strickt am liebsten Garne, die einen speziellen Charakter, „eine Präsenz“ haben, wie sie sagt. „Ich mag es gar nicht, wenn ein Garn wie gekochte Spaghetti durch meine Finger flutscht!“ Die Farbpaletten von Sues Garnen sind übrigens die schönsten, die mir als Strickerin begegnet sind. Und darum freue ich mich sehr, dass Sue eines ihrer Garne für den Strickmich! Club in einer ganz neuen, exklusiven Farbe zur Verfügung stellen wird. Ich bin schon sehr gespannt!


Die wunderschöne Farbpalette von Blacker Samite

Die Anmeldung für den Strickmich! Club 2018 beginnt im November auf unserer Anmeldeseite.

                                 

And here she is, our third yarn supplier for Strickmich! Club 2018: Sue Blacker and her wonderful Blacker Yarns! Sue is not a handdyer, but a yarn composition virtuoso: Her small spinnery in Cornwall that she has been running since 2005, specialises in all natural yarn with wool from British sheep. „The breeders bring or send us their fleeces, and we will make beautiful yarns from them – even in small quantities“, Sue says. Which fibres are suitable for which kind of yarn, whether it should be woollen or worsted spun and how it should be plied is her expertise. „We have learned over time that you cannot make everything out of every wool. The characteristics are very important: thickness, drape, elasticity, luster and whether it’s hard-wearing or not, and we help our clients to work that out“, Sue says.


Brushwork – a special limited edition yarn made out of Scottish Bowmont wool

Of course, Sue employs this knowledge for her own yarn brand „Blacker Yarns“, as well: She carries pure breed yarns like Shetland, Gotland and Bluefaced Leicester, but also blends with silk, linen or compositions of different wools. „Tamar“ for example is a blend including Wensleydale, Teeswater, Leicester Longwool and other similar fleeces, all consisting of long, lustrous hairs that give the resulting yarn a special shine – perfect for shawls and flowing sweaters. Yarns like this will also help sustain rare sheep breeds, which is a very important aspect of Sue’s work.


Blacker Tamar Lustre Blend

Sue Blacker must be one of the most astonishing people of the fiber world: She studied history and worked in the City of London as an analyst until the late 80s. „In 1989 the industry changed, and my work became less interesting.“ So she and her husband decided to start a new life in Cornwall, where Sue moved into consulting charities and small businesses. And she bought a couple of sheep: „We had ground, we needed the grass cut, and that’s what sheep do!“


Sue and her flock

When the sheep had to be shorn, Sue took their fleeces to the spinning mill for processing. A couple of years later, she heard that the owners wanted to retire and were looking for someone to take over their business – and saw an opportunity. „I love opportunities!“, Sue says. She moved the mill from Wales to Cornwall, bought new equipment for spinning more different kinds of yarn and added a dyeing house. „I wanted to do something for small farmers and knitters alike by making beautiful yarn from British fibers,“ she says. „When we started out, first we had to explain to everyone why they should knit with wool and not acrylic“, Sue remembers.

Impressions of the mill

But Sue is not only an entrepreneur, a fiber expert, a sheep breeder and wool activist (take a look at her blog), she also knits and designs. „I like to play with texture as in guernseys, cables or brioche. Broken rib is one of my favourites, it makes wonderful fabric with tweeded colors“, she says. „I only knit items that I want, and I like projects that are suitably mindless.“ Sue also has a big knitting library – „and many more ideas than time!“. Her favourite yarns are those that have body and „a presence. I don’t like it if a yarn runs through my hands like cooked spaghetti!“
The color palettes of Blacker Yarns are the most beautiful ones that I have encountered so far. And I am very excited and happy that Sue will provide Strickmich! Club with one of her yarns in a new and exclusive colorway!

Sign-ups for Strickmich! Club 2018 will start in November on our sign-up page.

Cowgirlblues im Strickmich! Club 2018Cowgirlblues for Strickmich! Club 2018

                               

Ihr Garn hat diese besondere, entspannte Ausstrahlung – es anzuschauen, zu befühlen oder damit zu stricken, fühlt sich an wie Urlaub! Das muss daran liegen, dass Bridget Henderson in Südafrika lebt, am Rande von Kapstadt, nur 15 Minuten zu Fuß vom Tafelberg-Nationalpark entfernt. „Cowgirlblues“ heißt ihre Marke, und sie hat zugesagt, eine neue, exklusive Farbe für den Strickmich! Club zu kreieren. Für Sonnenschein und Ferienfeeling beim Stricken!

Bridget färbt seit 2012 Handstrickgarne, nachdem sie übers Spinnen und Färben von Kleidungsstücken bei Wolle gelandet ist. „Mir war erst gar nicht bewusst, dass handgefärbte Garne international so gefragt sind! Dann sahen Strickerinnen und Häklerinnen hier in Südafrika meine Farben und fragten mich nach Garn.“


Fotos: Kathrin Schafbauer

Anders als in vielen europäischen Ländern gibt es in Südafrika keine lange Tradition des Handstrickens. „Die ersten Merinoschafe kamen 1789 hierher“, erzählt Briget. „Manchmal kann es ein Vorteil sein, wenn es keine historisch überlieferte Weise gibt, wie die Dinge zu sein haben – ich habe das Gefühl, die Strickerinnen sind hier sehr offen und probieren gerne etwas Neues aus.“

Bridget mischt ihre Farben alle selbst an: „Sowohl die Palette als auch die Kombinationen sind darum vielleicht ein wenig anders“, sagt sie, „und vielleicht spürt man auch ein wenig die Leidenschaft, die wir hier für unser Garn empfinden, in jedem Strang!“ Ihre Lieblingsfarbe ist zurzeit Senfgelb – „aber das ändert sich immer nach einer Weile! Ich färbe am liebsten die Farben, die ich selbst gerne trage“, erzählt sie. Bridget färbt hauptsächlich auf Fasern, die direkt aus ihrem Heimatland kommen: Mohair und Merino. „Die finde ich in jeder Kombination schön“, sagt sie.

Wenn sie Zeit hat, kümmert sich Bridget um ihren Garten oder wandert mit ihrer sibirischen Husky-Hündin Meera auf dem Tafelberg. „Und ich habe mit Holzarbeiten angefangen – ich lerne gerade, Regale und Schubladen zu bauen, das ist ganz schön schwierig!“ Und sie strickt und häkelt, um runterzukommen, wenn es bei der Arbeit hektisch war: „Ich mag einfache, meditative Projekte, bei denen ich nicht dauernd denken und ein schwieriges Muster nacharbeiten muss…“, sagt sie. „Ich finde es toll, wenn die Färbung die Arbeit für mich übernimmt!“ Mit dieser Einstellung passt Bridget übrigens perfekt zum Strickmich! Club – denn Martinas Anleitungen machen sich genau diesen Effekt von handgefärbtem Garn zunutze.

Darum sind wir hier beim Strickmich! Club schon sehr gespannt, welche Färbung sich Bridget für uns ausdenkt – und freuen uns riesig, dass sie dabei ist!

Übrigens: Der Name „Cowgirlblues“ ist eine Anlehnung an den Buchtitel „Even Cowgirls get the Blues“ von Tom Robbins. Ein Zitat daraus steht auf ihrer Webseite: „Nimm irgendeine Aktivität, Kunst, Disziplin oder Fähigkeit und bring sie an ihre Grenzen, bring sie dahin, wo sie noch nie gewesen ist, zum wildesten Grat – dann zwingst du sie ins Reich der Magie.“ Tom Robbins, Even Cowgirls get the Blues

Die Anmeldung für den Strickmich! Club 2018 beginnt im November auf unserer Anmeldeseite.

                               

Her yarn have this special, relaxed feeling to it – looking at it, touching it or knitting with it feels like a vacation! That’s probably because Bridget Henderson lives in South Africa, close to Cape Town, just a 15 minute walk away from the Table Mountain National Park. „Cowgirlblues“ is the name she chose for her brand, and I am proud and happy to announce she has agreed to dye a new, exclusive color for Strickmich! Club – for a sunshiny feeling when knitting!

Bridget has been dyeing yarns since 2012: „I had learned to spin and the natural next step was to start experimenting with dyeing. My first experiences were with some yarn and with wool roving as I was still thinking about spinning.“ In the beginning she focussed on dyeing already knitted yarn and dyed a lot of garments, she says. „At this stage I wasn’t aware of the huge move towards hand dyed yarns internationally. But knitters and crocheters in South Africa started seeing my colours and began asking for yarns, so I started doing these as well.“


Pictures: Kathrin Schafbauer

The first merino sheep arrived in South Africa in 1789 and mohair goats in 1838. „So unlike many European countries we don’t have the traditional knits and patterns that have been handed down over hundreds of years“, Bridget says. But sometimes that’s an advantage as we aren’t tied to a historical way of doing things, so I think I would say that people are fairly open minded and interested in trying new things here.“

Bridget creates all of her colour blends from primary colour dye powders and she and her team mix them up themselves. „I think both the palette and the combinations of colours make our yarns stand out“, she says. „They have a vibrancy about them that I think is a little different. And maybe there’s a trace of the passion we feel for the product that lingers on the yarns, left behind by all the hands each skein has passed through in the process.“ Bridget works with South African natural materials which are predominantly wool and mohair: „I love these fibres and the different blends of them.“, she says.

When Bridget has free time, she continues her creative journey: „I am a maker, so I’m often playing around with different projects and at the moment I’m in a bit of a woodwork phase and have been learning to make shelves and drawers … it’s quite difficult. I have a garden and like to potter about and play, and I’m always experimenting.“ She also spends a lot of time walking the mountain with her Siberian Husky, Meera. And, of course, she knits: „I like easy knitting projects! I use knitting as a way to relax, so I like something that’s quite meditative where I don’t have to think too hard about following a complicated pattern. And I like to let the colour do the work…!“ So it looks like she is just perfect to be a part of Strickmich! Club, as Martina’s patterns do exactly that!

We are more than happy to have Bridget and her fabulous yarns in Strickmich! Club and are excited to see what color she comes up with for us!

P. S.: „Cowgirlblues“ comes from Tom Robbins‘ book „Even Cowgirls get the Blues“. Bridget has this quote from the book on her website:

“If you take any activity, any art, any discipline, any skill, take it and push it as far as it will go, push it beyond where it has ever been before, push it to the wildest edge of edges, then you will force it into the realm of magic.”
— Tom Robbins, Even Cowgirls Get The Blues

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Zauberwiese im Strickmich! Club 2018Zauberwiese for Strickmich! Club 2018

                               

Ich finde es immer toll, wenn sich eine Färberin entscheidet, uns beim Strickmich! Club mehrmals zu beehren – und bei Alexandra Abu-Toboul mit ihren Zauberwiese-Garnen freue ich mich ganz besonders, denn ihre Garne werden von Jahr zu Jahr unwiderstehlicher! 2016 hat sie für den Strickmich! Club einen zartbunt-türkisen Regenbogen auf einem wunderschön schimmernden Seidenmix-Garn gefärbt, und die Clubmitglieder waren ganz hin und weg. Mir hat es große Freude gemacht, daraus mein Design „Snowflake Party“ zu entwickeln. Und jetzt macht Alexandra gerne wieder mit: „Viele Strickerinnen mit einem Garn und dazu noch einer wunderbar auf das Garn abgestimmten Anleitung glücklich zu wissen, das macht uns sehr zufrieden und froh – darum freuen wir uns, wieder dabei zu sein!“, sagt sie. Wir dürfen schon gespannt sein, was sie diesmal in ihren Färbetöpfen für uns zaubert, denn Alexandra ist vielseitig wie kaum eine Zweite.

Zart bis kräftig, gefleckt bis uni – Alexandra tobt sich beim Färben ihrer „Zauberwiese“-Garne künstlerisch so richtig aus: „Ich färbe oft ganz intuitiv, zum Beispiel wenn ich Farben aus der Natur vor mir sehe“, sagt Alexandra. Farben waren schon immer ihr Ding. „Als Kind habe ich mein ganzes Taschengeld in Stifte gesteckt“, sagt sie. Später folgte ein Kunst-Studium in Straßburg: Bildhauerei, Malerei und Fotografie, und anschließend lernte Alexandra noch Schriftsetzerin und hat als Grafik-Designerin gearbeitet. Ihr liebstes Hobby ist auch heute noch das Malen und Zeichnen, und die Farbkompositionen, die sie zunächst auf dem Papier ausprobiert, haben gute Chancen, später auch im Woll-Färbetopf zum Zuge zu kommen. „Beim Malen denke ich oft: Wow, das jetzt auf Wolle!“ Farben wie gemalt, bunt wie eine Blumenwiese – so ist auch ihr Markenname zu verstehen.

Alexandra kommt aus dem Schwarzwald (und hat den charmanten badischen Akzent behalten), fühlt sich aber mittlerweile in Harrislee bei Flensburg zu Hause. „Ich bin schon immer gern ans Meer gefahren, ich brauche diese Weite im Blick. Und jetzt lebe ich 2 Minuten vom Strand entfernt – ich liebe diese Gegend!“ Stricken mit Meerblick – was könnte besser sein? Alexandra hat am liebsten Socken oder kleine Tücher auf den Nadeln, oder Mützen für ihre Kinder. „Pullis stricke ich selten – ich bin einfach nicht die Geduldigste!“ Wenn es für sie selbst sein soll, färbt Alexandra am liebsten tiefes Petrol oder Magenta, aber durch die Wünsche ihrer Kunden hat sie sich ein sehr vielseitiges Spektrum erarbeitet: „Ich habe vor kurzem angefangen, mit verschiedenen Grautönen zu experimentieren – das ist unglaublich spannend!“, sagt Alexandra.

Die Farben trägt sie oft in mehreren Schichten auf, so dass die Garne eine besondere Farbtiefe bekommen. „Darum sind viele meiner Stränge auch Unikate, die ich exakt genau so gar nicht nachfärben könnte“, sagt Alexandra. In ihrem Online-Shop findet man auch außergewöhnliche Garne wie zum Beispiel Corriedale, Donegal oder Seiden-Bouclé. „Ich mag die Herausforderung, eine Farbe auch auf einer eher schwierigen Faser wie Alpaka schön herauszubringen“, sagt Alexandra. Ein besonderes Auge hat sie für zarte, durchscheinende Farben und detaillierte Abstufungen – das sieht man an den wunderschönen Farbverlauf-Sets aus Mini-Strängen in ihrem Shop. Aber Alexandra kann nicht nur winzig klein, sondern auch riesengroß: Seit kurzem bietet sie riesige 400-Gramm-Stränge aus superweicher Merinowolle an, die mit einer Lauflänge von mehr als 2000 Metern für ganze Pullover (auch in großen Größen) reichen. So große Stränge sind nicht einfach zu färben, aber Alexandra hat eine Methode entwickelt, mit der die Farbe sich gleichmäßig schön verteilt – wichtig, wenn große Strickstücke gut aussehen sollen.


Alexandras neue Spezialität sind beeindruckende Stränge von 400 Gramm

Die 150-Gramm-Stränge für den Strickmich! Club zu färben, dürfte für einen Profi wie Alexandra also ein Kinderspiel sein! Wir beim Strickmich! Club freuen uns jedenfalls sehr, dass Alexandra zugesagt hat, für uns eine neue, exklusive Farbe auf einem ganz besonderen Garn zu liefern.

Die Anmeldung für den Strickmich! Club 2018 beginnt im November auf unserer Anmeldeseite.

                               

I always feel flattered when a dyer lets me know she would like to participate in Strickmich! Club for the second time around – and with Alexandra Abu-Toboul, I am especially happy as her yarns are getting more and more irresistible! In 2016, she dyed a beautiful light turquoise rainbow on a shimmering silk-blend base for us. I loved to knit with it, and the result was „Snowflake Party„, a cute little shawl with a lacy snowflake pattern. „I am happy to be part of Strickmich! Club again! It is good to know that we can make the club members happy with our yarn and a design that was made especially for it“, Alexandra says. It will be exciting to see what she comes up with in 2018, as she is one of the most versatile dyers I know.

Transparent or bold, freckled or semisolid – Alexandra enjoys living her creative side when dyeing her „Zauberwiese“ yarns. „I love to let my intuition guide me, especially when I am trying to dye a color combination I have seen in nature“, Alexandra says. Colors have always been her thing. „As a kid I would invest all my pocket money to buy crayons and paint“, she says. Later she went on to study art in Strasbourg: Sculpting, painting, photography, and after that she trained as a typesetter and worked as a graphic designer. Her favorite hobby is still sitting outside, observing nature and drawing and painting. The colors she tries out on paper have good chances to be used in the yarn dyeing pots as well. „When I am drawing I often think: Wow, this is cool, I need to try this on wool!“ Colors pretty as painted, colorful as a meadow full of flowers – that’s also how her brand name „Zauberwiese“ („enchanted meadow“) could be interpreted.

Alexandra grew up in the Black Forest in southern Germany (and has kept her lovely accent!), but now totally feels at home in the very very north, close to the Baltic Sea. „I have always enjoyed traveling to the shores, I love being able to see the horizon. Now I live two minutes from the beach – how perfect is that?“ Knitting with a view – sounds great! Alexandra likes to knit socks and small shawls, or hats for her kids. „I usually do not have the patience to knit an entire sweater“, she says. When she dyes for herself, she prefers deep dark teal or magenta tones, but her customers‘ wishes have inspired her to develop an amazing palette. „I have recently started to experiment with different kinds of gray – and I find it really intriguing!“ she says.

She applies her colors in several layers in order to achieve an fascinating depth. „Many of my skeins are unique because it is just impossible to apply the color in exactly the same way twice“, Alexandra says. In her Online-Store you will find unusual yarns such as Corriedale, Donegal or Silk Bouclé. „I love the challenge to dye a color perfectly on a relatively difficult yarn base such as alpaca“, she says. Her speciality are almost transparent colors and beautiful variations of the same tone – as you can see in her fabulous Mini-Skein gradient kits. But Alexandra also knows how to deal with really big skeins: Her new specialty are huge skeins that weigh 400 grams and have enough yardage (more than 2000 meters) for sweaters and cardigans even in larger sizes. They are quite difficult to dye because it’s not easy to make the pigments reach every inch of the skein, but Alexandra has found her way.


Alexandra’s new specialty: Huge skeins!

So dyeing our 150-g-skeins for Strickmich! Club will be a piece of cake! At Strickmich! Club we are very glad that Alexandra has agreed to dye one of her very special colorways for us.

Sign-ups for Strickmich! Club 2018 will start in November on our sign-up page.

Shore Hap JoyShore Hap Joy


Düsterer Himmel, blaues Wasser, steinige Strände, brauner Tang, verwittertes Holz und graue Sturmwolken bestimmen die Farbpalette im Norden Deutschlands, in Schleswig-Holstein. Hier bin ich aufgewachsen, und obwohl ich auch das Leben an wärmeren Orten auf diesem Planeten ausprobiert habe – woanders möchte ich nicht mehr sein! Das raue Klima ist ein guter Vorwand, um Wolle (fast) ganzjährig zu tragen – besonders am Hals und um die Schultern, die bei Spaziergängen Wind und Wetter zuerst ausgesetzt sind.

Meine Interpretation des klassischen Haps (des traditionellen schottischen wärmenden Alltagstuchs) ist angeregt durch die Farben, die in der Natur hier oben vorkommen und sich in der traditionellen Kleidung der Bewohner widerspiegeln, vermutlich, weil man darauf nicht jeden Fleck sieht und sie jedem gut stehen. Die Trachten der Nordeseeinseln sind dunkelbraun, mit Blau abgesetzt, und Matrosen trugen früher blau-weiß gestreifte Uniformen.
Die Form meines Haps erinnert an einen Matrosenkragen, nur ist er hinten dreieckig statt quadratisch. Diese Abwandlung finde ich besonders praktisch, weil sich der Hap dadurch auf viele verschiedene Arten wickeln und binden lässt – selbst bei der Haus- und Gartenarbeit, beim Holzholen oder Fegen und Harken sitzt er immer gut auf den Schultern und hält schön warm. Die langen Zipfel des Haps lassen sich vorn in den Rock oder die Schürze stecken – vermutlich der Grund dafür, dass ein ähnlich geformtes Tuch im Flensburger Museum ausgestellt ist.

Aus weicher und leichter, maschinenwaschbarer Merinowolle entsteht ein Tuch, das viele Jahre treue Dienste leisten und immer wieder wie neu aus der Wäsche kommen wird. Komplett kraus rechts gearbeitet, lässt es sich einfach und ganz entspannt stricken und in jeden Lebensrhythmus einpassen – ganz gleich, wie viel man um die Ohren hat!

Jetzt gibt es meine Anleitung Shore Hap, die ursprünglich im Book of Haps erschienen ist, auch einzeln und als Kit in verschiedenen Farbkombinationen im Strickmich! Shop sowie bei Ravelry.

Dark skies and blue waters, pebbly beaches, brown seaweed, blackened wood and stormy gray clouds – those are the colors of the very north of Germany: Schleswig-Holstein, my home. What shall I say? I grew up here, and despite having lived in warmer and friendlier parts of this planet, I would not want to be anywhere else. The climate is a good excuse to wear wool (almost) year-round, especially around the neck and shoulders – areas that are most affected by winds and weather when taking a walk outside.
My interpretation of the hap is inspired by the colors of Schleswig-Holstein, which also seem to be the colors most loved and worn by its inhabitants – probably because they are stain-proof and flattering at the same time. Traditional festive dresses of the islands of the North Sea are dark brown with blue trims, and sailors, a frequent sight in the cities with big harbors, used to wear blue and white striped uniforms. The shape of my hap is that of a modified sailor’s collar with a triangular instead of a square back. This struck me as especially useful, as it can be wrapped and tied in various ways around your shoulders and is likely to stay put and keep you warm, even if you are working around the house and garden, carrying firewood or sweeping your yard.

The long ends of the hap could be tucked into the front of an apron or skirt – which is probably why I found a shawl shaped like this one in the Flensburg Museum. But I am sure you will find your own flattering way to wear this interesting shape. Worked in a modern smooth and lightweight superwash merino yarn, it will wash well and keep you good company for many years to come. Made entirely in garter stitch, the knitting process is easy and relaxing and will easily fit into your life, no matter how busy.


This pattern is now available as a single download or printed leaflet in Strickmich! Shop, where we also carry the yarn I used and kits in beautiful color combinations. It is also on Ravelry, of course!

BellroseBellrose


Furchtlos war sie, liebte ihre Freiheit, die Bühne und den Blues: Janis Joplin. In den 60ern war im Grunde alles, was sie tat, revolutionär. Sie verließ ihre Heimat im spießigen Texas, um in San Francisco Musik zu machen. Sie sang, brüllte und heulte auf der Bühne und war selig, wenn die Leute im Publikum anfingen zu tanzen und mitzusingen. Während andere junge Frauen in steifen Frisuren und adretten Kostümchen brav ins Büro gingen, steckte Janis sich ein paar lila Federn ins Haar, zog eine goldglänzende Häkelweste über, schüttelte die Mähne und rockte die Bühne und die gesamte Musikwelt. Sie sang den Blues wie keine andere. Rebellisch, frei, feminin und unglaublich talentiert – so war Janis, und das macht sie auch heute noch zu einer Inspiration, mehr als 45 Jahre nach ihrem Tod.

Als Handfärberin Danica mir sagte, dass sie die Farbe für dieses Club-Garn nach einem Film benannt hat, der auf Janis Joplins Lebensgeschichte basiert, habe ich in meinem Design den Hippie-Look der späten 60er aufgegriffen: mit charakteristischen Netzmuster-Einsätzen in glockenartiger Form, angelehnt an Schlaghosen („Bell Bottoms“) und weite Blusenärmel. Verspielt, aber nicht kitschig. Die Netz-Einsätze entstehen durch verkürzte Reihen, die durch eine besondere, aber einfache Technik leicht zu stricken sind – ganz entspannt im Hier und Jetzt. Viel Freude damit!

Bellrose gibt es jetzt gedruckt und zum Download im Strickmich! Shop, außerdem wie immer bei Ravelry.

In diesem Video stelle ich das Design und das Garn vor (Vimeo-Link).


She was known as fearless, she loved her freedom, her music and the stage: Janis Joplin. In the 60s, everything she did was revolutionary. She left Texas to sing with a band in San Francisco, she cried and screamed during her performances and became ecstatic when she saw people dance to her music. While other women of her generation still wore stiff hairdos and little pastel suits during their days at the office, Janis put purple feathers in her hair, threw on a gold-glittering crocheted vest, shook her hair and rocked the stage and the whole world of music.

She sang the blues like no other. She was rebellious, free, feminine and incredibly talented – which makes her an inspiration up until today, more than 45 years after her death.
When handdyer Danica told me she had named the color for this club shipment after a movie based on Janis Joplin’s life, I designed a shawl that would play with the elements of hippie fashion: Net lace in triangular shapes mirroring the bell-bottomed pants that were popular in that era – playful, but not naively nice. They are worked with short rows that are incorporated in the lace, easy to execute without wrapping stitches. A very relaxed knit in a beautiful, soft yarn – for the rebellious side in you!

Bellrose is now available in print and for download in Strickmich! Shop, and as always, on Ravelry.

In this video I talk about the design and the yarn I used (Vimeo-Link).